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Mi, 28. September 2022, 15:20 Uhr

Andreae-Noris Zahn

WKN: 504700 / ISIN: DE0005047005

Andreae-Noris Zahn halten


11.01.08 09:05
Falkenbrief

Augsburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der GBC AG, Felix Gode, stuft die Aktie von Andreae-Noris Zahn im aktuellen "Falkenbrief" weiterhin mit "halten" ein.

Das bisherige Kursziel bei der Andreae-Noris Zahn AG (ANZAG) habe bei 33,54 EUR gelegen. Nun würden die Analysten dieses aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2006/07 auf 38,70 EUR anheben.

In den vergangenen Jahren hätten politische Maßnahmen dazu geführt, dass der Wettbewerb in vielen Bereichen des Arzneimittelmarktes nicht mehr stattfinde. So sei im Mai 2006 das Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) in Kraft getreten, was einen zweijährigen Preisstopp für Arzneimittel beschlossen habe, die zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnet würden. Außerdem sei Mitte 2007 das Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-WSG) in Kraft getreten. Damit werde den Kassen die Möglichkeit gegeben, Arzneimittel von der Zuzahlung zu befreien, wenn der Preis um mindestens 30% unter dem Festbetrag liege. Dies habe ebenfalls zu einer Preiserosion geführt. Das politische Ziel dabei sei die Senkung der Preise für Arzneimittel.

Mit dem Gesetz habe der Gesetzgeber auf den Trend reagiert, dass zu viele teure Medikamente verordnet würden, obwohl es gleichwertige, deutlich preiswertere Alternativen gebe. Die politischen Maßnahmen hätten ihre Wirkung gezeigt und hätten das Wachstum des deutschen Arzneimittelmarktes deutlich verlangsamt. Nach starken Jahren in der Vergangenheit habe in 2007 lediglich ein Wachstum von 1,2% erzielt werden können, was deutlich unter dem Niveau der Gesamtwirtschaft gelegen habe.

Auch der pharmazeutische Großhandel habe unter dem Preisverfall bei Medikamenten gelitten. Die Umsatzerlöse der Gesamtbranche seien lediglich um 0,9% gestiegen und damit unterproportional zum Arzneimittelmarkt. Die Marktanteile seien aufgrund der Direktbelieferung durch die Industrie verloren gegangen. Diese seien um 0,3 auf 15,3% angestiegen. Der seit April 2007 gesetzlich festgelegte einheitliche Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmens habe dieser Tendenz Rückenwind verschafft. Dadurch würden vor allem hochpreisige Medikamente auf dem direkten Weg vom Hersteller bezogen.

Trotz der schwachen Entwicklung des Gesamtmarktes habe die ANZAG im Geschäftsjahr 2006/07 eine Umsatzsteigerung von 7,7% erreichen können. Im Vergleich zum Vorjahr hätten die Umsätze damit um 264,67 Mio. EUR auf 3.683,10 Mio. EUR zugelegt. Die Zuwächse würden sich dabei auf das In- als auch auf das Ausland verteilen. In Deutschland sei der Umsatz dabei um 139,13 Mio. EUR gestiegen, während der restliche Anstieg von der rumänischen Tochtergesellschaft Farmexpert generiert worden sei. Traditionell sei mit 98,2% der Großteil des Konzernumsatzes im Kernbereich Großhandel in Deutschland erzielt worden.

Der Markt für Pharmagroßhandel werde auch in den kommenden Jahren schwierig bleiben. Eine genaue Marktprognose könne nicht gegeben werden, da nicht bekannt sei, in welche Richtung sich die politischen Rahmenbedingungen entwickeln würden. Sicher sei, dass der Markt in Deutschland auch in Zukunft hart umkämpft sein werde. Die Wachstumsmöglichkeiten im Inland würden damit begrenzt bleiben. Allerdings biete sich im Ausland, vor allem in Osteuropa, noch weiteres Wachstumspotenzial.

Wie bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr sollte die ANZAG auch in den kommenden Jahren davon profitieren und einen Großteil der Umsatz- und Ergebniszuwächse in Osteuropa generieren. Die Analysten würden davon ausgehen, dass konzernweit in den kommenden beiden Jahren ein Wachstum von 5% pro Jahr möglich sei. Damit sollten die Umsatzerlöse in 2007/08 bei rund 3,87 Mrd. EUR liegen. Für 2008/09 würden die Analysten davon ausgehen, dass die Schwelle von 4 Mrd. EUR leicht überschritten werde. Der von ihnen berechnete Wert betrage 38,70 EUR. Dabei würden die Analysten von leichten Margensteigerungen ausgehen.

Das Kursziel wird auf 38,70 EUR angehoben und das Rating für die Andreae-Noris Zahn-Aktie lautet weiterhin "halten", so die Analysten der GBC AG im aktuellen "Falkenbrief". (Analyse vom 11.01.2008) (11.01.2008/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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