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So, 27. November 2022, 5:43 Uhr

Amazon

WKN: 906866 / ISIN: US0231351067

Amazon.com gutes Weihnachtsgeschäft


08.12.11 10:30
Aktienservice Research

Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Nach Meinung der Experten von "Aktienservice Research" ist die Aktie von Amazon.com (ISIN US0231351067 / WKN 906866) ein langfristiger Kauf.

Alle Jahre wieder werde man von Weihnachten "irgendwie überrascht". Dann beginne das vermeintlich stressige Einkaufen der vielen Geschenke. Müsse nicht sein. Dafür gebe es seit Jahren immer bessere Alternativen zum Kaufhaus-Gewühl nach Feierabend oder gar am Wochenende. Die Lösung sei Online-Shopping. Einer der besten Anbieter sei schon seit Jahren Programm. Amazon.com. Aber nicht nur das Shoppen könnte hier Spaß bereiten. Auch die Aktie im eigenen Depot dürfte langfristig Freude machen.

Wenn es im Internet um Social Commerce-Versand gehe, komme eigentlich kein Internet-User an Amazon.com vorbei. Hier bekomme man alles. Von Büchern, E-Books, CDs, DVDs, Blu-Ray Discs über Videotechnik, Elektronik und Foto-Artikel, Software, Computer- und Videospiele bis hin zu Haustierbedarf, Baby- und Baumarktartikeln, Automobilzubehör und Lebensmitteln. Eigenen Angaben zufolge habe Amazon.com als einer der Internet-Marktführer die weltweit größte Auswahl an Büchern, CDs und Videos. Der Konzern sei ein Internet-Riese der ersten Stunde. Im Jahr 1994 habe Jeff Bezos das Stammhaus, Amazon.com, gegründet. Es sei im Juli 1995 online gegangen und sei nach Angaben von GfK an der Spitze der deutschen Webseiten mit den meisten Online-Käufern.

Doch Amazon.com verkaufe nicht nur Bücher, sondern wildere neuerdings auch im Gehege von Apple und dessen iPad: durch den Einstieg ins Tablet-Geschäft des Konzerns mit dem neuen Kindle. Zum wichtigen Weihnachtsgeschäft habe nämlich der Online-Einzelhändler Mitte Oktober einen neuen Kindle-Reader für 99 Euro auf den (europäischen) Markt gebracht. Er habe erstmals eine deutsche Menüführung, die bisher typische Tastatur sei verschwunden, und dessen Schwarz-Weiß-Bildschirm basiere wieder auf E-Ink-Technologie. Wichtig für deutsche User: Die Zahl der deutschsprachigen Titel in Amazons Kindle Store sei von 25.000 beim Deutschland-Start im Frühjahr auf 40.000 gestiegen, von den aktuellen und stets viel beachteten 100 "Spiegel"-Bestsellern seien 83 für den Kindle verfügbar, hieß es von Seiten des Konzerns.

Auch wenn nun die Diskussionen in diversen Foren schon geführt würden, inwiefern Amazon.com dem iPad von Apple wirklich das Leben schwerer machen könnte - Fakt sei, dass der Amazon-Kampfpreis von 199 US-Dollar für das Kindle Fire eine deutliche Ansage an den Apple-Konzern und dessen (Kult-)Tablet sei. Die Erfolge hätten auch nicht lange auf sich warten lassen: Am "Black Friday", dem wichtigsten Einkaufstag in den USA im Jahr, habe Amazon.com nach eigener Aussage gleich vier Mal so viele Kindle verkauft wie zum letztjährigen Black Friday. Besonders das Kindle Fire Tablet dürfte sich hier als besonderes Zugpferd erwiesen haben, wenn man den vielen Gerüchten zu den Verkaufszahlen glauben dürfe.

Amazon.com wolle in diesem Weihnachtsgeschäft angeblich 6 Mio. Stück des 7 Zoll-Tablets verkaufen - ein Umsatz, der bei der nächsten Veröffentlichung von Quartalszahlen zu sehen sein werde. Amazon Deutschland beispielsweise gebe zwar keine aktuellen Umsatzzahlen bekannt, habe aber jüngst seine Verkaufshitliste genannt. Im Elektronik-Shop sei der neue Kindle eReader der absolute Renner, habe es geheißen.

Das Weihnachtsgeschäft 2011 werde also wohl die Kassen klingen lassen. Nur eine Zahl: Nach Angaben des Bundesverbandes des deutschen Versandhandels werde der Umsatz in diesem Jahr im Online-Weihnachtsgeschäft bei 4,2 Mrd. Euro liegen - ein Plus von 7% im Vergleich zum Vorjahr. Im gesamten Online- und Versandhandelsgeschäft werde in dieser Weihnachtssaison ein Umsatz von 6,4 Mrd. Euro erwartet. Doch nicht nur in Deutschland werde das Ergebnis wohl gut aussehen. Auch in den USA.

Wer nun meine, Amazon.com könnte nur eine "Saison-Aktie" sein, der irre. Der weltgrößte Online-Händler wachse rasant. Amazon.com locke die Kunden mit niedrigen Preisen und immer neuen Warenangeboten. Selbst Filme könne man bei Amazon.com mittlerweile online ausleihen. Ein weiteres Highlight von Amazon.com sei sein innovatives Bezahlsystem: Mit dem Payment-System "Bezahlen über Amazon" könnten jetzt 100 Mio. Amazon-Kunden weltweit sicher und bequem auf den Websites von Onlinehändlern in ganz Deutschland einkaufen.

Doch warum nur Käufer bei Amazon.com sein? Warum nicht seinen persönlichen Return On Investment (ROI) bei dem Online-Händler wagen? Noch bei der letzten Zahlen-Präsentation habe der US-Konzern zwar enttäuscht. So habe sich der Nettogewinn von 231 Mio. US-Dollar bzw. 51 Cents je Aktie im dritten Quartal 2010 auf nun 63 Mio. US-Dollar bzw. 14 Cents je Aktie im dritten Quartal 2011 reduziert. Die Umsatzerlöse hätten aber von 7,29 Mrd. US-Dollar auf nun 10,8 Mrd. US-Dollar gesteigert werden können. Analysten hätten im Vorfeld mit einem EPS von 24 Cents bei Umsatzerlösen in Höhe von 10,93 Mrd. US-Dollar gerechnet.

Für das laufende vierte Quartal erwarte Amazon.com ein operatives Ergebnis zwischen -200 und +250 Mio. US-Dollar bei Umsätzen zwischen 16,45 und 18,65 Mrd. US-Dollar. Analysten würden für das laufende Quartal im Schnitt einen Gewinn je Aktie von 84 Cents und Erlöse in Höhe von 18,10 Mrd. US-Dollar in Aussicht stellen. Doch warum immer nur langweiligen Prognosen Glauben schenken wollen?

Charttechnisch sehe es nämlich durchaus aussichtsreich bei Amazon.com aus: Mitte Oktober sei die Aktie noch auf ein neues Allzeithoch bei 246,71 US-Dollar geklettert. Von hier aus sei es aber zuletzt zu einer kräftigen Korrektur bis auf ein Tief bei 185,71 US-Dollar gekommen. Von dort habe der Kurs wieder gen Norden gedreht. Dabei sei die Notierung bis auf ein Hoch bei 199,66 US-Dollar vorgedrungen.

Würde nun der nachhaltige Sprung über die runde 200 US-Dollar-Marke gelingen, könnte man vom Abschluss der Bodenbildung ausgehen, und es würde sich weiteres Aufwärtspotenzial eröffnen. Die nächsten Kursziele wären dann unter anderem die 100-Tage-Linie und das Erholungshoch vom 14. November (222,35 US-Dollar) sowie ein offenes Gap vom 26. Oktober (225,89 US-Dollar) und das markante Top vom 1. August (227,45 US-Dollar). Darüber würde dann sogar schon das Allzeithoch (246,71 US-Dollar) in Reichweite rücken.

Unterstützung habe derweil die Aktie bei den aktuellen Kursen im Bereich der 190 US-Dollar-Marke sowie bei 181 US-Dollar in Form des jüngsten Korrekturtiefs.

Nach Meinung der Experten von "Aktienservice Research" ist die Amazon.com-Aktie ein langfristiger Kauf. Den Stopp-Loss sollte man bei 180 USD setzen. (Aktien Ausgabe 534 vom 07.12.2011) (08.12.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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