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All for One Group

WKN: 511000 / ISIN: DE0005110001

AC Service kaufen


14.09.07 11:16
Falkenbrief

Augsburg (aktiencheck.de AG) - Philipp Leipold, Analyst von GBC Research, empfiehlt im aktuellen "Falkenbrief" die Aktie von AC Service (ISIN DE0005110001 / WKN 511000) zu kaufen.

Die AC Service AG sei ein europaweit agierendes Unternehmen, das sich mit hochwertigen IT-Lösungen und -Services hauptsächlich an mittelständische Kunden richte. Die Geschäftstätigkeit der AC-Service AG unterteile sich aktuell in die vier Geschäftsbereiche Managed IT-Services, SAP Solutions, Human Recource Services sowie Other Operations. Mit der Akquisition der All for One Systemhaus GmbH Midmarket Solutions im Februar 2006 sei die AC Service zu einem der führenden IT-Unternehmen im SAP-Umfeld aufgestiegen. Die AC Service Gruppe beschäftige derzeit rund 470 Mitarbeiter und sei mit Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten. Großaktionär der AC Service sei die BEKO HOLDING mit knapp 55% der Anteile. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006 habe die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von 72,9 Mio. Euro erzielt.

Die Geschäftstätigkeit der AC Service AG unterteile sich aktuell in die vier Geschäftsbereiche Managed IT-Services, SAP Solutions, Human Resource Services sowie Other Operations. Im Bereich Managed IT-Services würden Konzepte für umfassende IT-Anforderungen für Unternehmen entwickelt, geplant und realisiert. Dabei erfolge die technische Betreuung der IT-Landschaften in Rechenzentren. AC Service betreibe hier Rechenzentren in Deutschland, der Schweiz und in Österreich.

Auf ein überaus erfreuliches erstes Halbjahr 2007 kann die AC-Service Gruppe zurückblicken. So hätten die Umsatzerlöse in den ersten sechs Monaten um 26,7% von 33,1 Mio. Euro in 2006 auf 41,9 Mio. Euro gesteigert werden können. Dabei hätten alle vier Geschäftsbereiche zum dynamischen Umsatzwachstum beigetragen. Nach 21,1 Mio. Euro Umsatzerlösen im ersten Quartal 2007 habe das Umsatzvolumen auch im zweiten Quartal 2007 mit 20,8 Mio. Euro weiter auf einem hohen Niveau gelegen.

Der absolute Rohertrag in den ersten sechs Monaten habe gegenüber dem Vorjahr erheblich gesteigert werden können, auch wenn die Rohertragsmarge im Vergleich zum Vorjahr abgesunken sei. Der Rohertrag habe sich um über 5 Mio. Euro auf 29,5 Mio. Euro (Vorjahr 24,3 %) erhöht. Gleichzeitig sei die Rohertragsmarge von 73,4% in 2006 auf 70,3% in 2007 gesunken. Diese Entwicklung sei hauptsächlich in dem Zusammenhang zu sehen, dass AC Service bei einer Reihe von Projekten auf externe Mitarbeiter habe zurückgreifen müssen, die in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten Materialaufwand ausgewiesen würden.

Die Personalkosten seien im ersten Halbjahr deutlich angestiegen. Die Personalaufwendungen hätten sich auf 19,4 Mio. Euro (Vorjahr 16,6 Mio. Euro) belaufen. Hier habe sich bemerkbar gemacht, dass die AC-Service-Gruppe seit dem 30.6.2006 rund 40 neue Mitarbeiter eingestellt habe. Zudem sei das Ergebnis im zweiten Quartal durch Veränderungen im Vorstand belastet worden.

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende Wehrle sei im Mai 2007 durch Lars Landwehrkamp als neuem Vorstandsvorsitzenden ersetzt worden. In diesem Zusammenhang habe im zweiten Quartal eine Rückstellung in Höhe von 0,5 Mio. Euro gebildet werden müssen. Jedoch sei auch im ersten Quartal 2007 ein außerordentlicher Ertrag von 0,7 Mio. Euro für die luxemburgische Tochtergesellschaft verbucht worden, sodass sich die beiden Sondereffekte in etwa die Waage gehalten hätten.

Bedingt durch das starke Umsatzwachstum und den unterproportionalen Anstieg der Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen sei es der AC Service AG sowohl beim operativen Ergebnis als auch bei der Margensituation gelungen, erhebliche Fortschritte zu erreichen. Das EBITDA habe um über 100% auf 3,12 Mio. Euro gesteigert werden können, während die EBITDA-Marge von 4,5% auf 7,14% habe ausgebaut werden können.

Die Abschreibungen seien gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 0,3 Mio. Euro auf knapp 1,8 Mio. Euro (Vorjahr 1,5 Mio. Euro) angestiegen. Dieser Anstieg beruhe in erster Linie auf zusätzlichen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände aus Kaufpreisverteilung (PPA), herrührend aus der Akquisition der All for One im Februar 2006. Im Rahmen der Übernahme seien rund 10 Mio. Euro an immateriellen Vermögensgegenständen auf der Aktivseite bilanziert worden, die in den Folgejahren planmäßig abgeschrieben werden müssten. Dagegen sei lediglich ein Geschäfts- und Firmenwert von ungefähr 2,6 Mio. Euro aktiviert worden. Bereinigt um die Abschreibungen aus PPA wären die Abschreibungen rund 0,5 Mio. Euro niedriger ausgefallen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) habe weiter zugelegt und zum Halbjahr 2007 bei 1,33 Mio. Euro (Vorjahr 0,02 Mio. Euro) gelegen. Die Steuerquote sei mit leicht über 31% gering ausgefallen, da hier eine Auflösung einer Steuerrückstellung in Höhe von 0,3 Mio. Euro erfolgt sei. Unter dem Strich habe der Jahresüberschuss nach Minderheitenanteilen 0,87 Mio. Euro (Vorjahr -1,40 Mio. Euro) betragen, was einem Ergebnis pro Aktie (EPS) von 0,17 Euro (Vorjahr -0,26 Euro) entspreche.

Die Analysten würden davon ausgehen, dass sich der positive Trend bei der Entwicklung des operativen Geschäfts auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetze, auch wenn sich die Dynamik beim Umsatzwachstum in den beiden kommenden Quartalen ihrer Einschätzung nach etwas abschwächen sollte. Auch der Vorstand habe bereits in Aussicht gestellt, dass ein Übertreffen der bisherigen Umsatzprognose in einer Range von 77 bis 79 Mio. Euro als wahrscheinlich gelte. Die Analysten würden daher für das Gesamtjahr 2007 mit einem Umsatzanstieg von 12,2% auf dann 81,80 Mio. Euro rechnen.

Die positive Umsatzentwicklung sollte sich in den kommenden Quartalen auch im operativen Ergebnis widerspiegeln. Auf Jahresbasis würden die Analysten das EBIT bei 2,17 Mio. Euro sehen. Des Weiteren sei davon auszugehen, dass eine Wertberichtigung auf die aktiven latenten Steuern erfolgen werde, die allerdings nicht liquiditätswirksam sein werde. Zum Halbjahr 2007 seien aktive latente Steuern von knapp 6,4 Mio. Euro in der Bilanz ausgewiesen worden. Die Unternehmenssteuerreform ab 2008 habe hier eine Anpassung unausweichlich machen können. Daher würden die Analysten für das Gesamtjahr 2007 mit einer Steuerquote von 36% rechnen.

Die Neuausrichtung der AC Service Gruppe als ein umfassender SAP-Komplettdienstleister mit besonderem Fokus auf den deutschsprachigen Mittelstand würden die Analysten als erfolgversprechend erachten. Die aktuelle Bewertung mit einer Marktkapitalisierung von rund 25,9 Mio. Euro würden sie für attraktiv halten. Das KGV auf Basis 2008 liege nach Schätzungen der Analysten unter 10. Auch der Vorstandsvorsitzende sowie Mitglieder des Aufsichtsrates hätten in den letzten Wochen vereinzelt Aktien der AC Service über die Börse erworben. Die Analysten würden dies als positives Signal werten.

Im Rahmen des DCF-Modells hätten die Analysten einen fairen Wert für die Aktie der AC Service AG von 6,12 Euro ermittelt. Damit verfüge die Aktie über ein Kurspotenzial von rund 22% und eigne sich hervorragend als konservatives Investment im IT-Sektor.

Die Analysten von GBC Research empfehlen die AC Service-Aktie im aktuellen "Falkenbrief" zum Kauf. (Analyse vom 14.09.2007) (14.09.2007/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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