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Mi, 27. Mai 2020, 1:44 Uhr

GEA Group

WKN: 660200 / ISIN: DE0006602006

ROUNDUP 2: Schwache Konjunktur und Corona-Krise werden Gewinn von Gea drücken


17.03.20 13:27
dpa-AFX

(Neu: Aussagen aus Telefonkonferenz zum Coronavirus, Aktienkurs, Analyst)



DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Anlagenbauer Gea rechnet 2020 mit Belastungen durch die Coronavirus-Pandemie.

In China etwa leidet laut dem Unternehmen das Geschäft rund im Anlageninstandhaltung unter den stark eingeschränkten Reisemöglichkeiten für Techniker, was sich bis zum Ende des zweiten Quartals auswirken wird. Zudem werde die Ausbreitung des Virus etwa in Europa Spuren hinterlassen.



"Während sich die Situation in China in den letzten Wochen offenbar entspannt hat, erwarten wir weitere Auswirkungen in anderen Regionen, vor allem in Europa und den USA", sagte Gea-Chef Stefan Klebert am Dienstag während einer Telefonkonferenz. Nachdem Gea von der offiziellen Schließung ganzer Regionen betroffen gewesen war, seien aktuell alle Standorte in Betrieb. Zur Zeit rechnet Klebert nicht mit starken Auswirkungen auf die Lieferketten. "Wir müssen aber auf Sicht fahren, sagte er.



Für 2020 erwartet der Gea-Chef einen Umsatz leicht unter dem Vorjahreswert von 4,88 Milliarden Euro. Deshalb gehe er trotz der Restrukturierungsmaßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt von einem leichten Ergebnisrückgang aus, sagte der Manager bei Vorlage der Geschäftszahlen für das Jahr 2019. Die Aktie setzte ihre jüngste Talfahrt am Vormittag mit einem Minus von elf Prozent fort, dämmte aber die Verluste am Nachmittag auf 3,6 Prozent ein. Seit Wochen steht die Aktie wie der Gesamtmarkt wegen der Coronavirus-Pandemie unter Druck.



Der Anlagenbauer hat nach Ansicht von Analyst Hans-Joachim Heimbürger vom Analysehaus Kepler Cheuvreux die Coronavirus-Krise so deutlich wie möglich und mit den wahrscheinlichsten Szenarios in seinem Ausblick auf 2020 berücksichtigt. Damit lägen die Unternehmenserwartungen nun unter den Konsensschätzungen, die sich aber in den vergangenen Wochen trotz der Folgen des Virus nicht verändert hätten. Das untere Ende der Unternehmensprognose sehe er als negativstes Szenario an. Für Analyst Sven Weier von der Schweizer Bank UBS sind die Auswirkungen der Coronavirus-Krise schlimmer als gedacht angesichts der Einsparungen des Konzerns.



So peilt Gea beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Restrukturierungsaufwand im laufenden Jahr 430 bis 480 Millionen Euro an. 2019 ging der operative Gewinn im Jahresvergleich um elf Prozent auf 479 Millionen Euro zurück. Gea hatte bereits Ende Januar vorläufige Geschäftszahlen für 2019 vorgelegt.



Wegen millionenschwerer Abschreibungen auf seine italienische Tochter Pavan rutschte Gea im vergangenen Jahr in die Verlustzone. Der Fehlbetrag betrug 171 Millionen Euro. 2018 hatte Gea unter dem Strich noch einen auf die Aktionäre entfallenden Gewinn von 113 Millionen Euro ausgewiesen. Die Dividende will das Management dennoch stabil halten. Angesichts des soliden operativen Ergebnisses und des starken Barmittelzuflusses plant Gea, 85 Cent je Aktie an die Aktionäre zu zahlen.



Die mittelfristigen Finanzziele 2022 werde das Unternehmen trotz der derzeit aufgrund des Coronavirus bestehenden großen und weltweiten Herausforderungen erreichen, gibt sich Klebert zuversichtlich. Das begründete er mit den eingeleiteten Optimierungsmaßnahmen und weiter attraktiver Endmärkte.



Der Anlagenbauer, der sich auf Produktionsanlagen für die Nahrungsmittelindustrie spezialisiert und zum großen Teil Maschinen für die Milchproduktion herstellt, leidet schon länger unter der schwachen Entwicklung im Milchgeschäft. Erst Ende September hatte Gea seinen Sparkurs verschärft und weitere Stellenstreichungen angekündigt. Außerdem sollen Jobs aus Hochlohnländern etwa nach Osteuropa verlagert und der Einkauf gebündelt werden. Zudem will Gea auch Konzernteile verkaufen. So will der Konzern die Margen wieder steigern.



Bis 2022 soll der Umsatz jährlich zwischen zwei und drei Prozent zulegen. Die um Kosten für den Umbau bereinigte Marge des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll so bis 2022 auf zwischen 11,5 und 13,5 Prozent ansteigen, 2019 betrug sie 9,8 Prozent. Durch die Bündelung des Einkaufs allein sollen ab 2023 die Kosten um 50 Millionen Euro niedriger liegen./mne/mis/jha/







 
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