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Mo, 22. Oktober 2018, 3:44 Uhr

OTS: Reimer Rechtsanwälte / Insolvente Wölbern Invest B.V. durch ...


14.06.18 12:11
dpa-AFX

Insolvente Wölbern Invest B.

V. durch Insolvenzplan beendet


Hamburg (ots) - Gläubiger akzeptieren Insolvenzplan einstimmig



- Jahrelange Rechtsstreitigkeiten über mehr als 100 Mio. Euro


verhindert


- Ansprüche der Kleingläubiger werden vollständig befriedigt


- Forderungen der Fondsanleger sind nicht tangiert



In dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der Wölbern Invest


B.V. hat Insolvenzverwalter Dr. Tjark Thies nach vier Jahren


Verfahrensdauer nun einen Insolvenzplan umgesetzt und das Unternehmen


damit erfolgreich saniert. Der Plan wurde von den Gläubigern


einstimmig angenommen und vom Insolvenzgericht bestätigt.



"Die konstruktiven Auseinandersetzungen zwischen allen Beteiligten


haben dazu geführt, dass eine für alle Beteiligten überaus


erfreuliche Lösung erzielt werden konnte. Damit ist das erste


Verfahren aus dem Wölbern-Komplex beendet", sagt Thies. Das Ergebnis


zeige zudem, wie sinnvoll das vom Gesetzgeber geschaffene


Insolvenzplanverfahren auch in derartigen Verfahren sein könne.



Die Wölbern Invest B.V. war Mittelpunkt der Unterschlagungen des


früheren Firmenchefs Prof. Heinrich Maria Schulte, die zu dessen


mehrjähriger Haftstrafe führten. Die Gesellschaft hatte Anleihen in


dreistelliger Millionenhöhe herausgegeben, die von rund 25


Fondsgesellschaften gezeichnet wurden. Die daraus erzielten Beträge


leitete die Wölbern Invest B.V. dann überwiegend an andere


Gesellschaften des Wölbern Konzerns weiter.



Der Insolvenzplan beinhaltete im Kern einen Verzicht der Wölbern


Invest B.V. auf die gerichtliche Durchsetzung von Ansprüchen gegen


die Fondsgesellschaften. Diese Ansprüche ergaben sich durch


anfechtbare Rückzahlung in Höhe von knapp 110 Millionen Euro vor der


Antragstellung. Die Forderungen der Fondsgesellschaften selbst


bleiben jedoch erhalten und werden nunmehr außerhalb des


Insolvenzverfahrens durch Ausgleiche zwischen den Fondsgesellschaften


befriedigt werden können. Durch den Insolvenzplan konnte Thies somit


jahrelange Rechtsstreitigkeiten abwenden. Diese hätten nicht nur zu


hohen Kosten, sondern auch zu Folgeinsolvenzen mehrerer


Fondsgesellschaften führen können.



Ein zweiter wesentlicher Teil des Insolvenzplans sieht eine


Einmalzahlung der Fondsgesellschaften in Millionenhöhe vor. Diese


Einzahlung ermöglicht den vollständigen Ausgleich der Forderungen der


Massegläubiger und weiterer Insolvenzgläubiger.



Auf bestehende Forderungen der Kapitalanleger gegen die


Fondsgesellschaften hat der vorliegende Insolvenzplan keine


rechtlichen Auswirkungen.



Zu Reimer Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft: Reimer


Rechtsanwälte ist eine auf das Insolvenz- und Wirtschaftsrecht


spezialisierte Kanzlei mit mehr als 80 Mitarbeitern an den Standorten


Hamburg, Kiel, Frankfurt a. M., Mannheim, Hannover, Flensburg, Lübeck


und Rostock. Die Partnergesellschaft zählt mit neun


Insolvenzverwaltern und 21 Rechtsanwälten zu den größten und


versiertesten Insolvenzrechtskanzleien Deutschlands


(www.reimer-rae.de). Die internationale Research-Agentur "The Legal


500" empfiehlt Reimer Rechtsanwälte als "Führende Kanzlei 2018" für


den Bereich Restrukturierung und Insolvenz. Die Kanzlei ist


zertifiziert nach ISO 9001:2015 und nach den Grundsätzen


ordnungsgemäßer Insolvenzverwaltung, GOI.



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