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Di, 15. Oktober 2019, 20:35 Uhr

Steilmann

WKN: A14KR5 / ISIN: DE000A14KR50

Börse: Die größten Kapitalvernichter 2016 – Teil 1! (German Pellets, KTG Agrar, KTG Energie, Steilmann, Rudolf Wöhrl, Scholz Holding)


22.12.16 11:45
Finanztrends

Liebe Leser,


es ist eine Pflichtlektüre für Börsianer: Dieser Tage ist das brandaktuelle „Schwarzbuch Börse 2016“ der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) erschienen. Der Bericht beschäftigt sich „mit den großen und kleinen Skandalen, Betrügereien und Abzockereien am Kapitalmarkt“. Das Schwarzbuch lässt sich über die Homepage der Schutzgemeinschaft kostenlos abrufen, ist aber leider nur für Mitglieder einsehbar. Deshalb habe ich quasi als Appetitanreger die wichtigsten dokumentierten Fälle zusammengefasst. Im ersten Teil widme ich mich den Mittelstandsanleihen.


Berüchtigte Anleihen


Die Anleihen wurden erstmals 2010/2011 aufgelegt und damals insbesondere von Banken vermarktet. Deshalb sind auch sehr viele Kleinanleger von dem Problem betroffen, das nun zunehmend zutage tritt. Denn die erste Generation der Anleihen musste 2016 bedient werden. Doch die Anleger stellten entsetzt fest, dass etliche Unternehmen zahlungsunfähig waren. Noch schlimmer: Das Kapital war komplett aufgezehrt, die Gläubiger gehen oftmals leer aus.


Für die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger sind daher die Pleiten bei den Mittelstandsanleihen der größte Skandal des Börsenjahrs 2016. Und die Problematik wird sich nach Ansicht der Aktionärsschützer noch verschärfen. Der Vereinsvorsitzende Daniel Bauer prognostiziert eine Ausfallquote in Höhe von 75 %.


German Pellets


Den Auftakt machte der Holzpellet-Händler German Pellets, der im Februar Insolvenz anmelden musste, weil er eine Anleihe von rund 250 Mio. Euro nicht bedienen konnte. Das Geld versickerte in dunklen Kanälen. Laut SDK wurde viel Kapital zweckentfremdet. Der Vorstand „verwendete die Anleihegelder vor allem dazu, nahestehenden Firmen, darunter einer österreichischen Stiftung, sowie sich selbst und seiner Frau Darlehen zu gewähren“, so die SdK.


KTG Agrar und KTG Energie


Der Fall German Pellets wurde noch von dem Gebaren der miteinander verbandelten KTG Agrar und KTG Energie getoppt. Ich kann da jedem Börsianer nur das Dossier der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zu KTG Agrar und dem Vorstandsvorsitzenden Siegfried Hofreiter empfehlen. Die Kollegen haben erstklassig recherchiert und die Lektüre ist spannender als jeder Krimi.


Steilmann und Rudolf Wöhrl


Steilmann war ein besonders krasses Beispiel für Missmanagement. Im Nachhinein muss man den Börsengang Ende 2015 als Verzweiflungstat werten. Das Traditionsunternehmen brauchte dringend frisches Kapital. Doch die Aktienemission endete im Debakel. Das eingesammelte Geld reichte nicht aus, um die Löcher zu stopfen. Fünf Monate später war der Modehersteller pleite.


Besonders bitter: Die Insolvenz betraf auch die Zeichner dreier Anleihen. Zwei Anleihen waren zwar vordergründig über die Steilmann-Beteiligung an den Adler Modemärkten besichert. Doch als der Katastrophenfall eintrat, erwies sich die vermeintliche Sicherheit als nutzloser Papiertiger. Die Anleiheninhaber müssen sich ganz hinten in der Gläubigerschlange anstellen und werden sich wohl mit wenig bis gar nichts begnügen müssen.


Scholz Holding


Die Scholz Holding fiel laut SdK negativ auf, weil sie mit allerlei Tricksereien versucht habe, ihre Geschäfte auf Kosten der Anleihegläubiger weiterzuführen. Der Schrottverwerter hatte eine Anleihe in Höhe von 182 Mio. Euro begeben. Als dem Unternehmen das Wasser bis zum Hals stand, sprang ein chinesischer Investor ein. Doch der neue Gesellschafter beglich nur die „erstrangigen Verbindlichkeiten“. Die Anleihezeichner schauten in die Röhre.


Es kam noch schlimmer: Die Firma wollte ihren Firmensitz nach Großbritannien verlegen, um das deutsche Insolvenzrecht zu unterlaufen. Hierzulande haben die Anleihengläubiger zumindest Anspruch auf eine Insolvenzquote in Höhe von 7,67 %. Die Basis bildet der ehemalige Nennwert. Einige betroffene Anleger hatten gegen die Scholz Holding geklagt und erhielten zumindest in dieser Frage recht. Doch mehr als 90 % der Gelder sind einfach futsch.


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Ein Gastbeitrag von Mark de Groot.


Herzliche Grüße


Ihr Robert Sasse



 
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