Suchen
Login
Anzeige:
So, 16. Dezember 2018, 21:53 Uhr

Wochenausblick: Rückenwind aus den USA


27.08.18 17:50
Redaktion boerse-frankfurt.de


An der Wall Street stehen die Zeichen auf Rekordjagd. Hierzulande sieht es zwar nicht ganz so gut aus, doch etwas ansteckend ist die Stimmung in den USA offenbar doch. 27. August 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Für die neue Handelswoche rechnen Analysten überwiegend mit Kursgewinnen: Die Unruhe um den Handelsstreit hat sich etwas gelegt, es gibt Gespräche zwischen den USA und China. So schloss der DAX am Freitag bei 12.394,52 Punkten, das ergab ein Wochenplus von 1,5 Prozent, am Montagmorgen steht der Index mit einem kleinen Plus bei 12.421 Punkten. Der S&P 500 erreichte am Freitag sogar ein neues Allzeithoch bei 2.876 Punkten, auch der Nasdaq Composite kletterte auf einen Rekordstand. Gut an kamen die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell auf der Notenbankkonferenz im US-amerikanischen Jackson Hole: Powell sieht keine große Gefahr für eine Überhitzung der US-Wirtschaft und hält weiter graduelle Leitzinsanhebungen für angemessen.

"Der S&P 500 erlebt derzeit den längsten Aufschwung aller Zeiten", erläutert Markus Reinwand von der Helaba. Das Ausmaß der Kurssteigerungen bleibe mit einem Plus von gegenwärtig knapp 300 Prozent aber hinter den +417 Prozent des dem New Economy-Booms zurück. "Der S&P 500 müsste noch weitere 30 Prozent zulegen, um gleichzuziehen." Das sei allerdings nur die eine Seite der Medaille: Reinwand weist darauf hin, dass der Index nach dem Höhenflug von März 2000 bis Oktober 2002 um fast 50 Prozent eingebrochen ist. Gegenüber dem aktuellen Niveau käme das einem Rückgang um 34 Prozent gleich.

"Neben politischen Konflikten - schmutzige Scheidung der Briten von der EU ohne Deal, Flüchtlingskrise, italienische Schulden - scheinen sich ebenso verhaltene Konjunkturentwicklungen und die mangelnde Verbesserung der Standortqualitäten als Handicap für europäische und deutsche Aktien auszuwirken", bemerkt Robert Halver von der Baader Bank. Tatsächlich setzten internationale Anleger bei ihrer Aktienauswahl eher auf "America First".

 

Ohnehin habe der DAX mit seinen Auto-, Bank- und Versorgeraktien und einer grundsätzlich aktienunfreundlichen Politik hausgemachte, strukturelle Probleme. "Bei aller berechtigten Kritik an der Amtsführung von Präsident Trump werden in den USA die Weichen Richtung wirtschaftlicher Zukunft gestellt", meint Halver. Die Unternehmenssteuersenkungen, Infrastrukturmaßnahmen und durch den Digitalisierungsvorsprung geschaffene Wettbewerbsvorteile steigerten die amerikanischen Standortqualitäten zulasten der von Europa. "Die fundamentale Kraft Amerikas schlägt sich erkennbar in einem seit Jahresbeginn zu beobachtenden Gewinnvorsprung von US-Unternehmen gegenüber der europäischen Konkurrenz nieder, damit verbunden ist eine ausgeprägte Outperformance von US-Aktien gegenüber Titeln der Eurozone."


Robert HalverHalver  

Noch keine Entwarnung


Ulrich Wortberg von der Helaba weist darauf hin, dass sich der DAX oberhalb des markanten Tiefs, das Ende Juni bei 12.104 Punkten markiert wurde, halten konnte. "Damit ist die Gefahr eines Rückfalls auf das Jahrestief vorerst gebannt." Entwarnung könne allerdings noch nicht gegeben werden, denn der Index sei nach mehrfachen Versuchen daran gescheitert, die Widerstände im Bereich von 12.441 und 12.461 Punkten nachhaltig zu überwinden. "Zwar hat sich die technische Lage im Tageschart etwas aufgehellt, ein Kaufsignal des längerfristigen Charts steht aber nicht auf der Agenda, zudem ist auf Wochenbasis das Abwärtsszenario intakt."

Laut Orlando Rodrigues von Donner & Reuschel ist es wichtig, dass dem DAX der Sprung über 12.450 Punkte gelingt, dann wäre das nächste Ziel der Bereich um 12.600 Zähler. "Sollte der DAX erneut an dieser Marke scheitern, wäre es ein sehr negatives Zeichen." Allerdings sei die Konstellation für einen nachhaltigen Bruch der Marke von 12.450 Punkten nahezu perfekt. Die Indikatoren blieben neutral.

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten


Montag, 27. August

10.00 Uhr. Deutschland: ifo-Geschäftsklimaindex August. Donnerstag, 30. August

14.00 Uhr. Deutschland: Verbraucherpreise August. Die Helaba rechnet mit einem Plus von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert, das entspräche dem Anstieg im Juli.

14.30 Uhr. USA: Preisindex für Konsumausgaben (ohne Energie und Nahrungsmittel) Juli. Die an diesem Preisindex gemessene Inflation, auf die die US-Notenbank schaut, liegt schon seit einiger Zeit über 2 Prozent, wie die Commerzbank erläutert. Dies habe aber an den deutlich gestiegenen Energiepreisen gelegen. Im Juli sei nun wohl auch die Kernrate ohne Energie und Nahrungsmittel von 1,9 auf 2 Prozent geklettert.

9.55 Uhr. Deutschland: Arbeitslosenzahlen August.Wie die Postbank feststellt, ist im bisherigen Verlauf dieses Jahres die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen kontinuierlich gesunken. Die Analysten sehen keinen Grund, warum diese Serie im August gerissen sein sollte und gehen von einem weiteren Rückgang der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit um 10.000 Personen aus. Die Arbeitslosenquote werde nach Saisonbereinigung bei 5,2 Prozent verharren.

Freitag, 31. August

3.00 Uhr. China: Einkaufsmanagerindex (CFLP) Verarbeitendes Gewerbe August. Trotz Handelsstreit wird der DekaBank zufolge von Verunsicherung nicht viel zu spüren sein: Die Analysten erwarten, dass der nur moderate Abwärtstrend im August angehalten und der Index auf 51 Punkte nachgegeben hat.

11.00 Uhr. Eurozone: Verbraucherpreise August. Nach Ansicht der DekaBank hat die Inflationsrate im Euroraum weiterhin über der 2 Prozent-Marke gelegen. Grund hierfür seien die Preisanstiege bei Benzin und Diesel. Der im Juli gemessene Preisauftrieb bei der Kerninflation von 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr sei hingegen wohl wieder auf 1 Prozent zurückgegangenen.

von: Anna-Maria Borse
27. August 2018, © Deutsche Börse AG

Disclaimer Inhalte des Onlineangebots Die hierin enthaltenen Angaben und Mitteilungen sind ausschließlich zur Information bestimmt. Keine der hierin enthaltenen Informationen begründet ein Angebot zum Verkauf oder die Werbung von Angeboten zum Kauf eines Terminkontraktes, eines Wertpapiers oder einer Option, die zum Handel an der Eurex Deutschland oder der FWB® Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen sind oder eines sonstigen Terminkontraktes, einer Emission oder eines hierin erläuterten Produktes. 

Die Deutsche Börse AG, Eurex Deutschland, Eurex Frankfurt AG, Eurex Clearing AG, FWB Frankfurter Wertpapierbörse und Börse Frankfurt Zertifikate AG haften nicht dafür, dass die folgenden Informationen vollständig oder richtig sind. Infolgedessen sollte sich niemand auf die hierin enthaltenen Informationen verlassen. Die Deutsche Börse AG, Eurex Deutschland, Eurex Frankfurt AG, Eurex Clearing AG, FWB Frankfurter Wertpapierbörse und Börse Frankfurt Zertifikate AG haften nicht für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von den auf dieser oder einer der nachfolgenden Seiten enthaltenen Informationen vorgenommen werden. 

Zum Handel an der FWB zugelassene Wertpapiere sowie Eurex-Derivate (mit Ausnahme des DAX®Future-, STOXX® 50 Future-, EURO STOXX® 50 Future-, STOXX 600 Banking Sector Future-, EURO STOXX Banking Sector Future- und Global Titans Future-Kontrakts und Eurex Zinssatz Derivaten) stehen derzeit nicht zum Angebot, Verkauf oder Handel in den Vereinigten Staaten zur Verfügung noch dürfen Bürger, die den US-amerikanischen Steuergesetzen unterliegen, diese Wertpapiere anbieten, verkaufen oder handeln. 

Die in XTF Exchange Traded Funds® gelisteten Fondsanteile sind zum Handel an der FWB Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Nutzer dieses Informationsangebotes mit Wohnsitz außerhalb von Deutschland weisen wir darauf hin, dass der Vertrieb der in XTF Exchange Traded Funds gelisteten Fondsanteile in diesem Land möglicherweise nicht zulässig ist. Die Verwendung der Informationen geschieht auf eigene Verantwortung des Nutzers. Verweise und Links Bei direkten oder indirekten Verweisen auf fremde Internetseiten ("Links"), die außerhalb des Verantwortungsbereiches des Autors liegen, würde eine Haftungsverpflichtung ausschließlich in dem Fall in Kraft treten, in dem der Autor von den Inhalten Kenntnis hat und es ihm technisch möglich und zumutbar wäre, die Nutzung im Falle rechtswidriger Inhalte zu verhindern. Der Autor erklärt daher ausdrücklich, dass zum Zeitpunkt der Linksetzung keine illegalen Inhalte auf der verlinkten Seiten erkennbar waren. 

Der Autor hat keinerlei Einfluss auf die aktuelle und zukünftige Gestaltung und auf die Inhalte der gelinkten/verknüpften Seiten. Deshalb distanziert er sich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten /verknüpften Seiten, die nach der Linksetzung verändert wurden. 

Diese Feststellung gilt für alle innerhalb des eigenen Internetangebotes gesetzten Links und Verweise sowie für Fremdeinträge in vom Autor eingerichteten Mailinglisten. Für illegale, fehlerhafte oder unvollständige Inhalte und insbesondere für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung solcherart dargebotener Informationen entstehen, haftet allein der Anbieter der Seite, auf welche verwiesen wurde, nicht derjenige, der über Links auf die jeweilige Veröffentlichung lediglich verweist. Rechtswirksamkeit des Disclaimers Dieser Disclaimer ist ein Teil des Internetangebots, von dem aus auf diese Seite verwiesen wurde. Sofern einzelne Teile oder einzelne Formulierungen dieses Textes der geltenden Rechtslage nicht, nicht mehr oder nicht vollständig entsprechen sollten, bleiben die übrigen Teile des Dokumentes in ihrem Inhalt und ihrer Gültigkeit davon unberührt. Einbindung von weiteren Inhalten Dritter Es ist möglich, dass innerhalb unserer Website Inhalte Dritter unter anderem im Form von sog. iFrames eingebunden werden. Die Anbieter dieser Inhalte werden technisch bedingt Ihre IP-Adresse erfahren, um ihre Inhalte an ihren Browser zu senden, eventuell Cookies setzen wollen oder Analyse-Tools einsetzen. Für den datenschutzgerechten Umgang mit ihren Daten sind diese Drittanbieter eigenverantwortlich. Zu den Kontaktmöglichkeiten des Anbieters, dessen Datenschutzbestimmungen und eventuell eingeräumte Widerspruchsmöglichkeiten verweisen wir auf das Impressum und die Datenschutzerklärung des jeweiligen Drittanbieters.




powered by stock-world.de


Hüfners Wochenkommentar: "Loblied auf höhere Zin [...]
Hüfner nennt zehn Gründe, warum höhere Zinsen gut für Wirtschaft und Gesellschaft wären. ...
Rohstoffe: Anleger vertrauen auf Gold
Fallende Ölpreise werden sowohl zum Einstieg als auch zum Einstreichen von Gewinnen genutzt. Beim Gold ...
Anleihen: Sicheres bleibt gesucht
Mit der anhaltenden Nervosität an den Börsen sind als sicher geltende Anleihen weiter gefragt. ...
Marktstimmung: "Mit Hoffnung auf Lichtblick"
Professionelle "Schnäppchenjäger", die ihr Jahresergebnis aufpolieren möchten, ...
ETFs: Setzen auf steigenden DAX und MDAX
Anleger nutzen Schwächen der Börsenpreise nicht selten zum Einstieg. Gefragt sind insbesondere ...

 
Weitere Analysen & News
17:21 , Philip Hopf
US INDEXE - Die Würfel sind gefallen!
Die Bullenbastion bei 2599 Punkten im S&P500 ist gefallen und der Markt öffnet die Türe, um den direkten ...
14:41 , Devin Sage
Devin Sage TXA Trading: X-Sequentials DAX Index [...]
Sehr geehrte Leser/Innen,DAX Index:Zuletzt lag beim DAX Index eine potenzielle Momentumumkehr in Form eines bullishen ...
12:45 , Philip Hopf
Umgehung der CFD ESMA Margin Anhebung!
Sehr geehrte Leser,Es scheinen immer noch die absolute Mehrheit der Anleger im CFD Markt die um 1000% erhöhten Margins ...