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Do, 19. September 2019, 12:28 Uhr

Silber COMEX

WKN: COM019 / ISIN:

Goldpreis auf Dreijahrestief - Silber-Ausverkauf, und nun?


20.06.13 16:08
Feingold-Research

Unser Favoritendepot führt Daniel Saurenz seit Januar auf Feingold Research, in den Jahren zuvor präsentierte er es für die Leser von Börse Online und der FTD. Dabei immer und möglichst offensiv auf die Long-Seite zu setzen schlossen wir wie schon in den Jahren zuvor aus. Denn was bringt es Investoren wenn man in einem positiven DAX-Jahr den Markt deutlich schlägt, in einem negativen Jahr aber deutlich zurückfällt. Besser erschien uns wie schon in den Jahren zuvor eine Strategie, die es ermöglicht bei fast jeder Marktlage über die Zeit Geld zu verdienen. Mit anderen Worten - nach oben nehmen wir es in Kauf etwas hinter dem DAX zurückzubleiben, dafür möchten wir aber nicht dabei sein wenn es heftig nach unten geht. Aus diesem Grund liegen in den Depots die Stabilisatoren, ein Blick auf unsere DAX-Inliner im Favoriten- und Defensivdepot zeigt, dass sie alle heute kräftig zulegen. Mies dagegen sieht es bei Silber und Gold aus, wir stiegen heute früh sofort aus, der Kurs bricht über den Tag nun aber richtig weg. Technisch orientierte Investoren ziehen Reißleinen. Im Interview mit uns hatte Jörg Scherer dieses Szenario letzte Woche vorhergesagt. Unser Wall Street Wake Up.


Depotänderungen


So war das gedacht. Heute früh hatten wir aufgezeigt, wie groß die stillen Reserven durch üppige Puffer bei den Positionen sind, nun verstärken wir nochmals unsere "6er vor der Abwehr". Im Defensivdepot kam ein Schein mit Barrieren bei 6.200 und 8.600 dazu, auf Feingold Research lesen Sie die Details. Unser Wall Street Wake Up am Tag nach Bernanke - mit dem nächsten Mini-Crash bei Gold. Die Edelmetalle werden leider nach unten durchgereicht, Erholung nicht in Sicht.


Unsere Idee von heute früh, ein Infineon-Short (HY05LD), geht derweil übrigens gut auf. Es wundert aber auch nicht, dass VW sich ebenfalls zu den Top-Verlierern gesellt. In unseren Webinaren, von denen das nächste heute Abend stattfindet, hatten wir zuletzt verstärkt auf Infineon, VW und Lufthansa als gefährdete DAX-Werte hingewiesen. VW und Infineon aufgrund der China-Gefahr, Lufthansa aufgrund der hohen Gewinne. In unserem Beitrag vor vier Wochen hatten wir ein Szenario mit schwachen China-Daten und einer Erusion des australischen Dollar angesprochen, zum Nachlesen finden Sie all dies auch stets über unsere Suchfunktion.


Unsicherheit bleibt Europa erholt sich langsam


Nach dem starken Kurssturz zu Handelsbeginn, verdauen die Märkte allmählich die Worte von US-Notenbankchef Ben Bernanke. Eigentlich hatte er diese Änderung der Geldpolitik, die aber immer noch von der Datenlage in den USA abhängt, angekündigt. Doch die Unsicherheit über den anstehenden Zeitpunkt für eine Kürzung des Anleihen-Kaufprogramms verunsichert noch. Ob die Anleihenkäufe wie von Bernanke angedeutet zur Mitte des nächsten Jahres beendet werden ist ebenfalls unsicher, da sich die Wirtschaft bis dahin ganz anders entwickelt haben kann. Derweil sind die Daten aus Europa nicht mehr so schwach wie befürchtet. Der Gesamt-Einkaufsmanagerindex stieg im Juni auf ein 15-Monatshoch bei 48,9 Punkte und für das verarbeitende Gewerbe fiel der Index ähnlich gut aus. Allerdings bleiben die Notierungen noch unterhalb der 50er-Expansionsmarke. Die vorbörslichen Indikationen der US-Indizes signalisieren ebenfalls eine Beruhigung.


Emerging Markets leiden


Der Politikwechsel dürfte aber auch einen Trend verstärken, der sich seit Juni beschleunigt hat:  Investoren ziehen Kapital aus den Emerging Markets ab. Nachdem in den vergangenen vier Jahren fast vier Billionen Dollar in die aufstrebenden Schwellenländer geflossen sind, weil dort das Wirtschaftswachstum wesentlich größer war als in den Industriestaaten, haben Investoren seit Juni aus der Region rund 20 Mrd. Dollar abgezogen. Sollten die Turbulenzen am Finanzmarkt bestehen bleiben, dürften Anleger noch schneller ihr Geld abziehen und der US-Dollar noch weiter aufwerten.


Edelmetalle sinken am stärksten


Beim Goldpreis ist der Ausverkauf noch deutlicher, auch wenn die Marke von 1300 USD aktuell zu halten scheint. Damit ist das Niveau von September 2010 erreicht. Hauptgrund für den Preisverfall sind die ETC-Verkäufe. Seit Jahresanfang sind die globalen Bestände um 517,4 Tonnen gesunken. Damit liegen sie auf dem tiefsten Stand seit Februar 2009. Da es auch keine Inflation gibt, sorgt die Rückführung der Liquidität für einen weiteren Nackenschlag beim Gold, aber auch bei Silber, dessen Preis auf aktuell auf fast 20 USD gefallen ist.


Erstanträge schwach


Die soeben veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA steigen stärker als erwartet auf 354.000. Das ist die höchste Zahl in den vergangenen drei Wochen. Um 16 Uhr werden dann noch der Philly Fed Index und der Verkauf bestehender Häuser veröffentlicht. Analystenschätzungen zufolge soll sich hier eine wirtschaftliche Besserung abzeichnen.



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