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Mo, 22. Oktober 2018, 22:19 Uhr

ETFs: US-Werte bleiben das Maß vieler Dinge


29.08.18 08:40
Redaktion boerse-frankfurt.de


ETF-Anleger bleiben ihrem Kurs treu und setzen weiter bevorzugt auf US-Aktien und US-Bonds. Auch deutsche Unternehmen überzeugen. Bei Schwellenländer-ETFs dominieren Gewinnmitnahmen. 28. August 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Aufwärtsbewegungen an den Aktienbörsen in Europa und den USA machen sich im Geschäft mit Exchange Traded Funds bemerkbar. "Auf Wochensicht kommen wir auf gut 32.000 ETF-Trades", informiert Andreas Bartels von der Commerzbank. Mit rund einem Viertel der Transaktionen stünden US-Werte klar im Fokus. "In dem Segment dominieren mit 69 Prozent die Zuflüsse", meldet der Händler. Insgesamt liege die Kaufquote bei 55 Prozent. Auch die Börsen in Asien legten zu. Auf das Ausbleiben eines Durchbruchs bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China hätten Anleger kaum reagiert.

US-Aktien würden durch die Bank stark nachgefragt. S&P 500-Produkte verschiedener Anbieter landeten Bartels zufolge ebenso häufig in den Depots wie Tracker des MSCI USA, Nasdaq und Russel 2000. Auch die Zuflüsse zum MSCI World signalisierten Optimismus hinsichtlich der weiteren Entwicklung der US-Aktienmärkte. "Immerhin sind US-Unternehmen mit knapp 60 Prozent im Index vertreten."

Oliver Kilian sieht eine klare Tendenz Richtung Indexfonds mit Aktien entwickelter Märkte. Tracker des MSCI USA (WKN A2H57D), Nasdaq (WKNs A0F5UF) und S&P 500 (WKNs A14Z68A0YEDGA1C5E9LYX0FS) gehörten bei der UniCredit zu den meist gehandelten Produkten. "Käufe stehen mit Abstand im Vordergrund", berichtet der Händler.

Dem gegenüber verabschiedeten sich die Kunden von IMC Markets zumeist von ihren S&P 500 Engagements, die Rick van Leeuwen in die Rubrik Gewinnmitnahmen einordnet. "Wir hatten einige große Verkäufe."


LeeuwenLeeuwen  

Deutsche Bluechips gesucht


Hierzulande wirkten sich unter anderem gute ifo-Geschäftsklima-Daten und die Einigung im Streit über Strafzölle zwischen den USA und Mexiko positiv auf die Anlegerstimmung aus. Auch im Handelsstreit mit der EU scheint verbal abgerüstet zu werden. Die Bundeskanzlerin und Präsident Trump wollen sich laut Washington gemeinsam für eine Entschärfung der Auseinandersetzungen einsetzen.

ETF-Anleger greifen in dieser Gemengelage überwiegend zu DAX- (WKN 593393), Euro Stoxx 50- (WKNs 935927593395) und MSCI Europe-Produkten (WKNs A2H567A0JDGC), wie Kilian meldet. Von italienischen Aktien etwa im FTSE Italia Mid Cap (WKN LYX0RV) und britischen Werten im FTSE 100 (WKN 552752) trennten sich Investoren unterm Strich. Haushaltsprobleme der italienischen Regierung und schleppend vorankommende Brexit-Verhandlungen seien in den Medien häufig thematisiert worden.

Bartels und van Leeuwen hingegen sprechen mit Blick auf MSCI Europe- und Euro Stoxx 50-ETF von einem Abgabeüberhang.

Schwankungen minimieren  

Als auffällig bezeichnet Kilian die Nachfrage nach Faktor-ETFs. Tracker des MSCI EMU Select Dynamic 50 Prozent Risk Weighted Index (WKN A14XHB) mit europäischen Large und Mid Caps kämen ebenso so gut an wie Indexfonds, die sich am MSCI World Minimum Volatility (WKN A1J781) und MSCI Euro Minimum Volatility Index (WKN A1J783) orientieren.


KilianKilian  

Verkauf von Emerging Markets-ETFs


ETFs mit Schwellenländer-Aktien werden Händlern zufolge mit hohen Umsätzen gehandelt. MSCI Emerging Markets-Tracker (WKNs A111X9A0HGWC) würden in beide Richtungen gespielt. "In Summe überwiegen aber die Abgaben", melden sowohl Bartels als auch Kilian, die dahinter das Einstreichen von Gewinnen vermuten. 

Fokus auf Gesundheits- und Bankensektor


Bei Portfolios mit Aktien einzelner Branchen verbuchen van Leeuwen und Bartels Zuspruch für die Gesundheitsindustrie. Anleger griffen beispielsweise zu MSCI World Health Care-ETFs (WKN LYX0GM). Kilians Kunden deckten sich zumeist mit Aktien europäischer Banken etwa im Stoxx Europe 600 Banks (WKN LYX0AP) ein. Bewegungen in beide Richtungen gibt es laut Commerzbank für rege gehandelte Energie- und Technologieaktien.

Vorliebe für US-Staatsanleihen


Das Geschäft mit Festverzinslichem beschreibt Kilian als insgesamt ausgeglichen mit einem Hang zu Staatsanleihen des Euroraums. Bonds mit einer Laufzeit zwischen einem und drei Jahren überzeugten am meisten.

Bartels informiert über Kaufnachfrage nach drei- bis siebenjährigen (WKN A2JKT2) und ein- bis dreijährigen US-Treasuries (WKN A0J202). Mehr Zu- als Abflüsse gebe es zudem für inflationsgebundene Anleihen bestimmter Schwellenländer in lokaler Währung, die im Barclays Emerging Markets Inflation Linked 20 Prozent Capped Index (WKN A1JLNG) enthalten sind.

von: Iris Merker
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