Suchen
Login
Anzeige:
Mi, 19. Juni 2019, 21:46 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

25-Jahre DAX und ein Hoffnungsträger mit großen Chancen


28.06.13 11:24
Feingold-Research

Der DAX wird nächste Woche am 1. Juli 25 Jahre alt und wir werden in einer Serie die interessantesten Aktien aus dem Leitindex besprechen. Am Geburtstag am kommenden Montag wird es auch ein Spezial-Webinar zum DAX geben. Anmeldungen können hier erfolgen. In der Serie wollen wir mit Daimler starten, die zu den Gründungsmitgliedern des DAX gehört und zu den am meisten gehandelten DAX-Titeln. Aber wir wollen nicht nur zurückschauen, sondern vor allem nach vorne, denn hier verspricht sich Daimler sehr viel von einem Hoffnungsträger, der neuen S-Klasse. Nach der Kurskorrektur im Automobilsektor eignet sich die Daimler-Aktie jetzt auch für einen Wiedereinstieg.


S-Klasse als Kurstreiber


„The King is back“ – mit diesen stolzen Worte präsentierte Daimler kürzlich die neue S-Klasse in Berlin. Die Erwartungen an die Ikone des Produktportfolios sind sehr hoch, denn neben den höchsten Margen im Konzern soll die S-Klasse auch eine technologische Führungsrolle einnehmen. Ende Juli erfolgt die Einführung in Europa, bis Jahresende soll die S-Klasse weltweit die Kunden begeistern. Auch an der Börse werden große Hoffnungen mit dem Flaggschiff verbunden. Der Performance-Vergleich mit der direkten Konkurrenz zeigt es deutlich.


Ausgehend vom Crash-Tief Anfang März 2009 erreichen VW-Aktien mit 400 Prozent Kursgewinn mit Abstand den ersten Platz, Silber geht mit rund 220 Prozent an BMW. Aktionäre von Daimler müssen sich hingegen  - ähnlich wie der DAX – mit lediglich 140 Prozent zufrieden geben. In diesem Jahr sieht das Klassement hingegen ganz anders aus. Nicht nur die Kunden freuen sich offenbar auf die S-Klasse, auch die Daimler-Aktie zeigte zuletzt eine Outperformance und führt im Branchenranking die Gewinnerliste seit Jahresanfang deutlich an.


China-Investments


Klar ist: Für Vorstandschef Dieter Zetsche stellt die S-Klasse die wohl letzte Trumpfkarte dar. Seit Anfang Januar 2006 ist der gebürtige Istanbuler für die Geschicke der Schwaben zuständig. Die Aktie hat sich seitdem kaum vom Fleck bewegt. Aus Aktionärssicht eine miese Bilanz. Zumindest in den vergangenen Monaten lässt sich aber eine Aufwärtstendenz aufmachen – nicht nur bei der Kursperformance. Für Mai meldeten die Stuttgarter einen Verkaufsrekord und lieferten zugleich mit rund 563.000 verkauften Einheiten seit Jahresbeginn einen neuen Bestwert ab. Auch zu Wochenbeginn trumpft der Autobauer mit guten Nachriten. Wegen der hohen Nachfrage wird Daimler in den Sommermonaten auf die Werksferien verzichten. Zetsche zeigte sich zuversichtlich, dass der Absatz im zweiten Quartal über dem vom ersten Semester liegen wird und geht davon aus, dass das zweite Halbjahr profitabler verlaufen sollte als die ersten sechs Monate. Einen wesentlichen Einfluss wird die S-Klasse haben. Bisher liegen rund 12.000 Bestellungen vor. Langfristig sollen deutlich mehr als die 500.000 Einheiten des Vorgängers an den Mann gebracht werden. Wesentlich für den Erfolg ist der Absatz in China, der Markt dürfte für gut die Hälfte des Absatzes stehen.


Im Unterschied zur Konkurrenz hat Daimler China lange stiefmütterlich behandelt. Inzwischen geben die Stuttgarter aber Gas: Ein Großteil der Erlöse aus der Beteiligung an EADS in Höhe von 2,2 Mrd. Euro werden im asiatischen Riesenreich investiert. Künftig soll der Vertrieb von einem eigenen Team aus der Stuttgarter Zentrale unterstützt werden, während das Händlernetz unter Hochdruck erweitert wird. Allein in diesem Jahr sollen 75 Händlerbetriebe dazukommen, Daimler wäre zum Jahresende mit gut 300 Händlern präsent. Unter dem Strich eine klare Kampfansage an Audi und BMW, die bereits länger von der starken Nachfrage profitieren. Die Frage ist nur, wie es mit der Wachstumslokomotive China weiter geht. Einige viel beachtete Indikatoren deuteten zuletzt auf eine schwächelnde Binnennachfrage, während die Inflation und vor allem zuletzt die Fremdfinanzierungskosten deutlich anzogen.


Dividendenkönig


Vor allem bei der Marge muss Zetsche, der mit einem Vertrag bis Ende 2016 ausgestattet ist, noch Hausaufgaben machen. Bei der Eigenkapital-Rendite liegen die Stuttgarter mit 14 Prozent klar hinter BMW (17 Prozent) und VW (27 Prozent). Besser sieht es da schon bei der Ebit-Marge (7,5 Prozent) aus, wobei die direkte Konkurrenz aus München mit 10,8 Prozent noch deutlich besser unterwegs ist. Beim Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2014 ist die VW-Aktie mit rund 6,3 am günstigsten, während Daimler auf einen Faktor von 8,7 kommt. Beim Buchwert ergibt sich eine ähnliches Finish: Die VW-Aktie notiert leicht unter Eigenkapital, für Daimler wird ein Aufschlag von 15 Prozent bezahlt. Wem hingegen Dividenden wichtig sind, kommt an den Stuttgartern nicht vorbei. Knapp fünf Prozent Verzinsung bietet die Aktie, deutlich mehr als BMW (3,9 Prozent) und VW (2,3 Prozent).


 


DaimlerGekko


 
Test der Trendlinie


Während die BMW-Aktie Ende vergangener Woche unter ihren langfristigen Aufwärtstrend rutschte und ein deutliches Schwächesignal lieferte, verläuft die Trendlinie bei Daimler bei rund 39,50 Euro und damit gut 17 Prozent unter dem aktuellen Kurs. Mit dem jüngsten Rücksetzer wurde bereits die vorgelagerte Unterstützung bestehend aus einer horizontalen Zone und dem 61,8 Prozent Fibonacci-Retracement um 42,40/ 43 Euro bestätigt. Kurzfristig reicht die Luft in einem freundlichen Marktumfeld bis zum Jahreshoch bei 50 Euro. Darüber liegen Ziele bei 54 und 59 Euro. Im mittel- bis langfristigen Bereich sind hingegen relevante Handelsmarken sowohl auf der Ober- wie der Unterseite noch weit entfernt. Wochenschlusskurse unterhalb von 29 Euro würde das Bild sehr stark eintrüben, während die Aktie für ein klares Kaufsignal das 2011er-Hoch bei 59 Euro per Wochenschluss überwinden sollte. Grundsätzlich deutet aber der intakte langfristige Aufwärtstrend eher für einen Ausbruch auf der Oberseite.


Investmentideen


Neben einem Direktinvestment lohnt sich auch der Blick auf Derivate. Denn dank der dicken Dividendenrendite und der zuletzt wieder deutlich erhöhten Volatilität locken aktuell vor allem Discounter mit attraktiven Konditionen. Bis zum Jahresende steigt der langfristige Aufwärtstrend auf rund 46 Euro. Passend dazu bietet die DZ Bank ein Papier mit Cap bei 46 Euro an, die Laufzeit endet Mitte Januar 2014. Das Papier mit der WKN DZG2UZ bietet eine Maximalrendite von 16 Prozent p.a. bei einem Discount von neun Prozent. Wer deutlich sportlicher auf eine Seitwärtsbewegung der Daimler-Aktie setzen möchte, greift zu einem Inliner. Unter Berücksichtigung, dass sich die Aktie in einer moderaten Aufwärtsbewegung befindet, sollte vor allem bis zur oberen Barriere Luft bleiben. Die WKN SG31P6 bietet eine Maximalrendite von 98 Prozent, sofern die Grenzen bei 34 und 57 Euro bis Mitte Juni 2014 nicht erreicht werden. Andersfalls kommt es zum Totalverlust.


 


Optionsart Zertifikat
Wertpapierart Hebelprodukt
Produktgattung Discount-Zertifikat
Investment Strategie
Basiswert Daimler AG
WKN DZG2UZ
ISIN DE000DZG2UZ9
Produktname Discountzertifikat auf Daimler AG
Kurs
Knockout-Barriere -
Emittent DZ Bank AG
powered by Teletrader
Zeige Detailinformationen

powered by stock-world.de

Gold – US-Notenbank unter Zugzwang
Der Goldpreis stieg am vergangenen Freitag auf ein 14-Monatshoch von knapp 1.360 US-Dollar je Feinunze. ...
Schwellenländeranleihen – warum nicht Argentinien, M [...]
Nicht nur die Aktienmärkte hatten 2018 ein hartes Jahr. Schwellenländeranleihen in Hartwährung ...
Nordex reitet die grüne Welle
Die Grünen sind laut aktuellen Umfragen mehrerer Meinungsforschungsinstitute, wie z.B. Forsa oder ...
Wirecard mit Statement zu Facebook und Kryptoplä [...]
Ein Knaller war der Kurs nicht gerade nach der HV. Im sehr guten Börsenumfeld dank Draghi – alles ...
Facebook und Krypto – ein Traum wird wahr
Facebook wagt als erster Tech-Gigant einen Schritt in die Welt der Kryptowährungen. Für die Akzeptanz ...

 
18:18 , dpa-AFX
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax driftet vo [...]
FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt war von der neu entfachten Zins-Euphorie am Mittwoch nur wenig zu ...
18:14 , Finanztrends
Börsenradio Marktbericht Mi. 19. Juni 2019: Topthe [...]
Der DAX konnte am Mittwoch den größten Teil seiner Draghi-Gewinne halten. Schlusskurs 12.309 Punkte und -0,2 ...
DAX auf den DOW ist zu achten
DAX auf den DOW ist zu achten Der DAX verarbeitet heute den Anstieg von gestern. Charttechnisch bleibt alles ...