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Do, 22. August 2019, 22:50 Uhr

Unilever

WKN: A0JMQ9 / ISIN: NL0000388619

Unilever: Margenausweitung im Blick - Aktienanalyse


18.02.19 09:05
DZ BANK

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Unilever-Aktienanalyse der DZ BANK:

In Zeiten, in denen eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums erwartet wird, sehen sich Anleger verstärkt nach Unternehmen um, die über ein vergleichsweise konjunkturresistentes Geschäftsmodell verfügen, so die Analysten der DZ BANK in einer aktuellen Veröffentlichung zu der Aktie des Konsumgüterkonzerns Unilever N.V. (ISIN: NL0000009355, WKN: A0JMZB, Ticker-Symbol: UNI3, EN Amsterdam: UNA, NASDAQ OTC-Symbol: UNLNF).

In diesem Zusammenhang würden oft Produzenten von Nahrungsmitteln, Getränken oder Verbrauchsgütern genannt, getreu dem Motto "Gegessen und getrunken werde immer", und auch auf Körperpflege werde nicht verzichtet. Vollständig immun gegen ein schwächeres wirtschaftliches Umfeld seien die Unternehmen gleichwohl nicht, wie ein Blick auf die Jahresergebnisse von Unilever zeige.

Der niederländisch-britische Konsumgüterproduzent habe im Geschäftsjahr 2018 mit seinen drei Geschäftsbereichen Beauty & Personal Care (u.a. Dove, Rexona), Foods & Refreshment (u.a. Knorr, Magnum) und Home Care (u.a. Coral, Domestos) insgesamt 51,0 Mrd. Euro umgesetzt - 5,1% weniger als im Vorjahr. Das Management habe die schwächere Umsatzentwicklung auf negative Währungseffekte und Probleme in lateinamerikanischen Märkten (Argentinien, Brasilien, Venezuela) zurückgeführt. Zudem sei der Rückgang auch durch den Verkauf des Geschäfts mit Brotaufstrichen (u.a. Rama, Becel) an den Finanzinvestor KKR bedingt. Bereinigt um Zu- und Verkäufe, Währungseffekte und die Auswirkungen der Hyperinflation in Argentinien und Venezuela habe Unilever ein organisches Umsatzwachstum von 3,1% erreicht.

Gut sei es in den Geschäftsbereichen Home Care (+4,2%) und Beauty & Personal Care (+3,1%) gelaufen, im Bereich Foods & Refreshment (+2,3%) seien die Zuwächse dagegen etwas schwächer ausgefallen. Beim Nettogewinn habe Unilever gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 51,2% auf 9,8 Mrd. Euro verbucht, begünstigt durch den Verkauf des Geschäfts mit Brotaufstrichen für rund 6,8 Mrd. Euro. Die operative Marge habe sich auf Konzernebene um 90 Basispunkte auf 18,4% verbessert.

Konzernchef Alan Jope, der seit Anfang des Jahres an der Spitze von Unilever stehe, habe mit Blick auf die Zukunft gesagt, dass die Beschleunigung des Wachstums oberste Priorität genieße. So solle das Programm für digitale Transformation dazu beitragen, ein höheres Maß an Geschwindigkeit und Flexibilität zu erreichen, während Sparprogramme die Produktivität verbessern und Möglichkeiten für weitere Zukäufe eröffnen sollten.

Für das laufende Jahr gehe Unilever von weiterhin schwierigen Marktbedingungen aus, insbesondere in Lateinamerika. Das zugrunde liegende Umsatzwachstum werde daher in der unteren Hälfte der mehrjährigen Spanne von 3% bis 5% liegen, wobei sich die zugrunde liegende operative Marge weiter verbessern und ein hoher freier Cashflow erzielt werden solle. Zugleich habe Jope bekräftigt, dass man weiterhin auf dem Weg zu den 2020-Zielen sei. Für das Jahr 2020 avisiere Unilever eine bereinigte operative Marge von 20%. Die im Zuge des Konzernumbaus angestrebte Verlagerung des Firmensitzes von London nach Rotterdam, mit der die Verwaltungsstruktur gestrafft und weitere Kosten eingespart werden sollten, sei vergangenes Jahr indes am Widerstand von institutionellen Anteilseignern gescheitert. Aufsichtsratschef Marijn Dekkers zufolge werde man nun über weitere Schritte beraten.

Nachdem wir infolge des schwierigen Geschäfts in Lateinamerika 2018 eine leicht enttäuschende Umsatzentwicklung sahen, dürfte es 2019 nach unserer Einschätzung wieder bergauf gehen, so die Analysten der DZ BANK. So erwarte man ein weiterhin anziehendes Asien-Geschäft (Umsatzzuwachs 2018: +6,2%). Für zusätzlichen Auftrieb dürfte die Akquisition und Integration schnell wachsender Unternehmen sorgen. Darüber hinaus sprächen nach Erachten der Analysten die positive Margenentwicklung, das konjunkturresistente Geschäftsmodell und die starke Marktposition in attraktiven Schwellenländern wie China und Indien sowie die im Peer-Group-Vergleich günstige Bewertung für Unilever.

Mögliche Risiken für die Geschäftsentwicklung sind unseres Erachtens anhaltend negative Währungseinflüsse, steigende Rohstoffkosten, die Schwäche in einigen lateinamerikanischen Märkten sowie eine stärkere Abschwächung der Weltwirtschaft infolge einer weiteren Verschärfung bestehender Handelskonflikte, so die Analysten der DZ BANK. (Stand vom 15.02.2019)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Unilever-Aktie:

Xetra-Aktienkurs Unilever-Aktie:
49,005 EUR +0,56% (15.02.2019, 17:35)

Euronext Amsterdam-Aktienkurs Unilever-Aktie:
48,935 EUR +0,42% (15.02.2019, 17:37)

ISIN Unilever-Aktie:
NL0000009355

WKN Unilever-Aktie:
A0JMZB

Ticker-Symbol Unilever-Aktie:
UNI3

Euronext - Amsterdam Ticker-Symbol Unilever-Aktie:
UNA

NASDAQ OTC Ticker-Symbol Unilever-Aktie:
UNLNF

Kurzprofil Unilever N.V.:

Unilever N.V. (ISIN: NL0000009355, WKN: A0JMZB, Ticker-Symbol: UNI3, EN Amsterdam: UNA, NASDAQ OTC-Symbol: UNLNF) ist ein niederländisch-britischer Konzern. Das Unternehmen ist weltweit einer der größten Hersteller von Verbrauchsgütern. Die Hauptgeschäftsbereiche umfassen die Produktion von Nahrungsmitteln, Kosmetika, Körperpflege- sowie Haushalts- und Textilpflegeprodukten. Unilever beschäftigt weltweit 167.000 Mitarbeiter in über 100 Ländern. (18.02.2019/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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