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Di, 15. Oktober 2019, 23:27 Uhr

TUI

WKN: TUAG00 / ISIN: DE000TUAG000

TUI: Deutschland im Reisefieber - Aktienanalyse


11.03.19 09:35
DZ BANK

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - TUI-Aktienanalyse der DZ BANK:

Vergangenen Mittwoch öffnete in Berlin die Internationale Tourismus-Börse (ITB) ihre Pforten, so die Analysten der DZ BANK in einer aktuellen Veröffentlichung zu der Aktie des Reiseanbieters TUI AG (ISIN: DE000TUAG000, WKN: TUAG00, Ticker-Symbol: TUI1, Nasdaq OTC-Symbol: TUIFF).

Mit rund 10.000 Ausstellern aus aller Herren Länder und ca. 170.000 Besuchern sei die ITB die weltweit führende Messe der Reisebranche. Wie jedes Jahr würden zahlreiche Destinationen um die Aufmerksamkeit der Gäste buhlen und die Reiseindustrie stelle ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen vor.

2018 sei ein äußerst erfolgreiches Jahr für den Tourismus gewesen. Weltweit seien laut einer Studie von IPK International insgesamt 1,4 Milliarden Auslandsreisen unternommen worden. Gegenüber 2017 sei dies eine Steigerung um 5,5% - die Weltwirtschaft sei im Vergleich dazu nur um 3,7% gewachsen. Die stärksten Zuwächse hätten Asien und Lateinamerika verbucht. Auf die Frage, ob sich dieses Wachstum so fortsetze, würden sich die Experten skeptisch zeigen: Aufgrund der voraussichtlichen Verlangsamung des weltweiten Wirtschaftswachstums werde für das laufende Jahr eine niedrigere Zuwachsrate erwartet. IPK rechne beispielsweise mit einem Anstieg der weltweiten Auslandsreisen von 4%.

In Deutschland sei die Begeisterung für Reisen ungebrochen. Im vergangenen Jahr hätten laut einer Untersuchung der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) rund 55 Mio. Bundesbürger mindestens eine Reise von mehr als fünf Tagen Dauer unternommen. Im Vergleich zum Vorjahr sei dies ein Zuwachs von fast 1 Mio. Für das mehrtägige Reisevergnügen seien ca. 71 Mrd. Euro ausgegeben worden. Am liebsten würden die Deutschen zu Hause Urlaub machen, und hier bevorzugt in Mecklenburg-Vorpommern, gefolgt von Bayern und Schleswig-Holstein. Bei den Auslandsdestinationen sei nach wie vor Spanien am beliebtesten. Auf den Plätzen zwei und drei lägen Italien und die Türkei. Hierzulande rechnet die FUR auch 2019 mit einer anziehenden Reiseaktivität, so die Analysten der DZ BANK. So hätten bereits im Januar mehr als 71% der Befragten angegeben, auch 2019 eine Urlaubsreise zu unternehmen. Zudem möchten 29% in den schönsten Tagen des Jahres nicht sparen und gerne etwas mehr ausgeben.

Von der ungebrochenen Reiselust könnte so mancher Touristikkonzern profitieren. Das größte Unternehmen dieser Art in Europa sei die TUI AG. Zu dem in Berlin und Hannover ansässigen Konzern würden neben zahlreichen Hotels auch Kreuzfahrtschiffe und Fluggesellschaften gehören.

Im Geschäftsjahr 2018 (01.10.2017 bis 30.09.2018) habe TUI im vierten Jahr in Folge einen Ergebniszuwachs erzielen können. So sei der Umsatz um 5,3% auf insgesamt 19,5 Mrd. Euro gesteigert worden. Das bereinigte EBITA habe sich auf Basis konstanter Wechselkurse im selben Zeitraum um 10,9% auf 1,1 Mrd. Euro erhöht. Das bereinigte Ergebnis pro Aktie habe im Jahr 2018 1,17 Euro betragen. Auf der Hauptversammlung Mitte Februar sei zudem eine Dividendenerhöhung von 7 Cent auf 0,72 Euro pro Anteilschein beschlossen worden.

Im ersten Quartal 2019 (01.10.2018 bis 31.12.2018) habe der Umsatz um 4,7% auf 3,7 Mrd. Euro gesteigert werden können. Das EBITA sei dagegen mit -105,6 Mio. Euro deutlich negativ ausgefallen. Im Vorjahresvergleichszeitraum habe das Minus noch bei -56,9 Mio. Euro gelegen. Dementsprechend sei das Ergebnis pro Aktie im ersten Quartal mit -0,24 Euro ebenfalls negativ. Begründet worden sei dieses Ergebnis unter anderem mit dem ungewöhnlich langen und heißen Sommer in Nordeuropa, der angeblich viele potenzielle Urlauber davon abgehalten habe, in südlichere Gefilde zu verreisen.

TUI habe auch im laufenden Jahr mit einigen Herausforderungen zu kämpfen. So werde für 2019 eine Nachfrageverlagerung vom westlichen zum östlichen Mittelmeerraum erwartet, was zu Überkapazitäten in bestimmten Destinationen, wie beispielsweise den Kanarischen Inseln, führe. Ferner lasse der drohende Brexit viele Briten in ihrer Urlaubsplanung zögern. Insgesamt ist dies kein einfaches Marktumfeld für TUI, weshalb der Konzern auch in diesem Jahr wenig Wachstumspotenzial sieht und mit einem Ergebnis auf Vorjahresniveau rechnet, so die Analysten der DZ BANK. (Analyse vom 08.03.2019)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze TUI-Aktie:

XETRA-Aktienkurs TUI-Aktie:
9,042 EUR -2,77% (08.03.2019, 17:36)

Tradegate-Aktienkurs TUI-Aktie:
9,08 EUR +0,15% (11.03.2019, 09:16)

ISIN TUI-Aktie:
DE000TUAG000

WKN TUI-Aktie:
TUAG00

Ticker-Symbol TUI-Aktie:
TUI1

Nasdaq OTC Ticker-Symbol TUI-Aktie:
TUIFF

Kurzprofil TUI AG:

Die "neue" TUI AG (ISIN: DE000TUAG000, WKN: TUAG00, Ticker-Symbol: TUI1, Nasdaq OTC-Symbol: TUIFF) ist ein Unternehmen der Chancen - für Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter. Unter einem Dach vereint sind das einzigartige Hotelportfolio der TUI, die Kreuzfahrtlinien, sechs europäische Fluggesellschaften und die Vertriebsstärke der Veranstalter, sowohl Online als auch über die Reisebüros in ganz Europa. Der weltweit größte integrierte Touristikkonzern steht für ein durchgängiges Kundenerlebnis über alle touristischen Wertschöpfungsstufen hinweg. Der direkte Kundenzugang macht Investitionen in Hotels und modernste Kreuzfahrtschiffe planbarer und sichert frühzeitig Auslastung. Man kann dadurch schneller wachsen und mehr Reiseangebote exklusiv für TUI entwickeln. (11.03.2019/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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