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Di, 15. Oktober 2019, 15:21 Uhr

Siemens

WKN: 723610 / ISIN: DE0007236101

Siemens: Insider kaufen trotz fallender Kurse - Umstrukturierung soll für Wachstum sorgen - Aktienanalyse


23.11.18 17:34
DZ BANK

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Siemens: Insider kaufen trotz fallender Kurse - Umstrukturierung soll für Wachstum sorgen - Aktienanalyse

Seit einigen Wochen kennen die Börsen mehr oder weniger nur eine Richtung - gen Süden, so die Analysten der DZ BANK im Kommentar zur Siemens-Aktie (ISIN: DE0007236101, WKN: 723610, Ticker-Symbol: SIE, NASDAQ OTC-Symbol: SMAWF).

Rund um den Globus würden zahlreiche Aktienindices schwächeln und sich immer weiter von ihren alten Höchstständen entfernen. Die Bewegungen seien zuweilen so heftig, dass der Eindruck entstehen könnte, Anleger und Investoren müssten auf Teufel komm raus verkaufen. Doch nicht alle Aktionäre möchten sich von ihren Papieren trennen. Ganz im Gegenteil, Insider wie beispielsweise Vorstände und Aufsichtsräte hätten die jüngsten Kursrückgänge teils genutzt, um ihre Anteile aufzustocken.

Insidertransaktionen könnten eine hohe Aussagekraft haben. Verkaufe beispielsweise ein Vorstand einen nennenswerten Aktienbestand seines Unternehmens trotz guter Zahlen und eines scheinbar stabilen Aufwärtstrends, sei Vorsicht geboten. Normalerweise könne solch ein Insider die zukünftige Entwicklung des Unternehmens besser einschätzen als ein außenstehender Anleger. Anders sehe die Lage natürlich bei Käufen aus. Kaufe ein Insider bei fallenden Kursen, blicke er optimistisch in die Zukunft und sehe das Unternehmen als unterbewertet an. In den letzten Wochen sei genau dies zu beobachten gewesen. Trotz rückläufiger Kurse und einiger Unsicherheiten hätten den Unternehmen nahestehende Personen zugegriffen und in teils großem Stil deutsche Aktien gekauft. Im DAX steche im November bis dato ein Unternehmen mit besonders hohen Käufen heraus: Siemens.

Bei Deutschlands bekanntem Technologiekonzern Siemens hätten Mitte November Vorstände und Aufsichtsrat zusammen Aktien im Wert von über 6 Mio. Euro erworben. Allein Vorständin Lisa Davis, welche die Kraftwerksparte verantworte, habe für rund 2,6 Mio. Euro nachgekauft. Aber auch der Vorstandsvorsitzende Joe Kaeser habe seinen Bestand an Siemens-Aktien um über 1 Mio. Euro aufgestockt.

Dabei seien die jüngst veröffentlichten Zahlen für das 4. Quartal und das Geschäftsjahr 2018 - bei Siemens endet das Jahr zum 30. September - eher gemischt ausgefallen. Auf das gesamte Jahr gesehen habe Siemens einen Anstieg der Auftragseingänge um 8% verbuchen können. Gleichzeitig hätten die Umsatzerlöse um 2% zugenommen. Mit 6,1 Mrd. Euro sei der Gewinn nach Steuern dagegen nahezu unverändert geblieben. Das unverwässerte Ergebnis pro Aktie liege für das Geschäftsjahr 2018 bei 7,12 Euro. Belastet worden sei das Ergebnis von einem deutlichen Gewinnrückgang in der Kraftwerksparte. Insgesamt seien die selbstgesteckten Ziele für das abgelaufene Jahr erreicht worden.

Für 2019 erwarte die Geschäftsführung ein weiterhin günstiges Marktumfeld und ein moderates Wachstum der Umsatzerlöse. Für eine positive Überraschung könnte eventuell der voranschreitende Umbau des Konzerns sorgen. Vorstandsvorsitzender Joe Kaeser plane, die Konglomeratsstruktur weiter abzubauen. Der ehemalige Mischkonzern solle in Zukunft aus drei operativen und ausgelagerten Geschäftsbereichen bestehen, an denen Siemens einen Großteil der Anteile halte. Bis dato seien die Medizintechnik und die Windkraftsparte an die Börse gebracht worden. Für die Bahntechnik sei eine Fusion mit dem französischen Konkurrenten Alstom beabsichtigt. Hier stehe jedoch noch die Zustimmung der EU-Kommission aus. Die Kraftwerksparte solle dagegen im Konzern verbleiben. Allerdings seien hier Kosteneinsparungen, Personalabbau und Neustrukturierungen geplant.

Weiteren Rückenwind könnte die Siemens-Aktie durch ein bis zum November 2021 laufendes Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 3 Mrd. Euro erhalten, so die Analysten der DZ BANK. (Analyse vom 23.11.2018)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Siemens-Aktie:

Xetra-Aktienkurs Siemens-Aktie:
100,16 EUR +0,06% (23.11.2018, 16:55)

Tradegate-Aktienkurs Siemens-Aktie:
100,26 EUR -0,22% (23.11.2018, 17:10)

ISIN Siemens-Aktie:
DE0007236101

WKN Siemens-Aktie:
723610

Eurex Optionskürzel Siemens-Aktienoption:
SIE

Ticker-Symbol Siemens-Aktie:
SIE

NASDAQ OTC Ticker-Symbol Siemens-Aktie:
SMAWF

Kurzprofil Siemens AG:

Die Siemens AG (ISIN: DE0007236101, WKN: 723610, Ticker-Symbol: SIE, NASDAQ OTC-Symbol: SMAWF) (Berlin und München) ist ein führender internationaler Technologiekonzern, der seit 170 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität steht. Das Unternehmen ist weltweit aktiv, und zwar schwerpunktmäßig auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung.

Siemens ist weltweit einer der größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonender Technologien. Das Unternehmen ist einer der führenden Anbieter effizienter Energieerzeugungs- und Energieübertragungslösungen, Pionier bei Infrastrukturlösungen sowie bei Automatisierungs-, Antriebs- und Softwarelösungen für die Industrie. Darüber hinaus ist das Unternehmen ein führender Anbieter bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen sowie in der Labordiagnostik und klinischen IT.

Im Geschäftsjahr 2017, das am 30. September 2017 endete, erzielte Siemens einen Umsatz von 83,0 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 6,2 Milliarden Euro. Ende September 2017 hatte das Unternehmen weltweit rund 377.000 Beschäftigte. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com (23.11.2018/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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