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Do, 16. August 2018, 18:38 Uhr

SAP

WKN: 716460 / ISIN: DE0007164600

SAP-Aktie: Weitere Fortschritte in der Cloud, Profitabilität steigt - Aktienanalyse


02.05.18 16:10
DZ BANK

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - SAP (ISIN: DE0007164600, WKN: 716460, Ticker-Symbol: SAP, Nasdaq OTC-Symbol: SAPGF) zeigt einen starken Geldfluss, so die Analysten der DZ BANK in einer aktuellen Veröffentlichung.

Der Cashflow, auch Geld- oder Kapitalfluss genannt, zähle zu den wichtigsten Kennzahlen bei der Bewertung von Unternehmen. Er gebe Aufschluss über den Umfang an Finanzmitteln, den eine Gesellschaft aus eigener Kraft erwirtschafte, und lasse damit Rückschlüsse bezüglich der Frage zu, wie stark sich das Unternehmen aus eigener Kraft, also von innen heraus finanzieren könne. Je mehr Geld ein Unternehmen mit seiner unternehmerischen Tätigkeit erwirtschafte, umso weniger sei es bei Expansions- und Investitionsvorhaben auf Fremdmittel wie Kredite angewiesen. Die betriebswirtschaftliche Kennzahl spiele zudem bei der Beurteilung der Kreditwürdigkeit bzw. der Einschätzung der künftigen Liquiditätsentwicklung eine wichtige Rolle. Der Cashflow sei ebenfalls für potenzielle Investoren von Bedeutung. Dies gelte insbesondere auch für börsennotierte Unternehmen und potenzielle Aktionäre.

Angaben über den Cashflow seien in der Kapitalflussrechnung zu finden. Definiert sei der Cashflow als das Ergebnis der Einzahlungen abzüglich der Auszahlungen in einer bestimmten Betrachtungsperiode. Zur Ermittlung gebe es grundsätzlich zwei Methoden, die direkte und die indirekte. Am meisten angewandt werde die indirekte. Ausgangsgröße sei hier das Jahresergebnis. Darin berücksichtigt seien jedoch auch die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Einnahmen. Dazu würden beispielsweise Abschreibungen, die Auflösung von Rückstellungen und aktivierte Eigenleistungen gehören. Bei der Ermittlung des Cashflows würden diese daher außen vor gelassen und nur die tatsächlichen Ein- und Auszahlungen berücksichtigt.

Je nach Abgrenzung der betrachteten Zahlungsgrößen gebe es verschiedene Arten von Cashflows. Der gesamte Cashflow umfasse sämtliche Zahlungsströme und damit auch die aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit sowie aus den Ausschüttungsentscheidungen. In der unternehmerischen Bewertung eine besonders wichtige Rolle spiele der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow). Er umfasse die Zahlungsströme, die unmittelbar mit der Produktions- und Absatztätigkeit im Zusammenhang stünden, und diene insbesondere als Indikator für das Innenfinanzierungspotenzial. Für Aktionäre von besonderem Interesse sei der Free Cashflow. Er verdeutliche, wie viel Kapital den Aktionären potenziell für die Ausschüttung von Dividenden oder Aktienrückkäufen zur Verfügung stehe. In dieser Hinsicht eine gute Figur mache der Softwarekonzern SAP.

SAP habe im ersten Quartal 2018 einen operativen Cashflow von 2,58 Mrd. Euro erwirtschaftet, was einem Rückgang von 10% gegenüber dem Vorjahr entsprochen habe. Beim Free Cashflow habe das Unternehmen 2,15 Mrd. Euro gemeldet, ein Minus von 17% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Minus sei jedoch in erster Linie auf höhere Steuerzahlungen, negative Währungseinflüsse sowie gestiegene Investitionsausgaben zurückzuführen gewesen. Der Marktführer für Unternehmenssoftware könne weiterhin mit seiner Innenfinanzierungskraft überzeugen. Beachtenswert in diesem Zusammenhang sei der seit einiger Zeit forcierte Ausbau des Cloud-Geschäfts.

Für den Softwareentwickler würden die Cloud-basierten Software-Anwendungen eine immer größere Rolle spielen. Dieser Bereich wachse besonders dynamisch, so auch im Auftaktquartal 2018. Daneben habe sich das solide Wachstum bei den Support-Erlösen fortgesetzt. Beide Faktoren hätten dazu geführt, dass der Anteil der besser planbaren Umsätze am Gesamtumsatz gestiegen sei. Wie SAP berichtet habe, sei die Summe der Erlöse aus Cloud-Subskriptionen und -Support sowie aus dem Software-Support um 2 Prozentpunkte auf einen Anteil von 71% am Gesamtumsatz gestiegen, womit erstmals die Marke von 70% geknackt worden sei. Diese Entwicklung sei bemerkenswert und unterstreiche die Erwartung der Analysten an eine weiterhin positive Entwicklung des Cashflows.

SAP habe auch mit den anderen Ergebnisgrößen zu überzeugen gewusst. Der Konzern habe im ersten Quartal mit 5,26 Mrd. Euro einen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu stabilen Gesamtumsatz erwirtschaftet. Sonder- und Währungseffekte herausgerechnet, habe das Unternehmen ein Plus von 9% erzielt. Besonders erfreulich sei die Entwicklung des Cloud-Geschäfts gewesen das um 18% auf 1,07 Mrd. Euro angezogen habe. Währungsbereinigt seien die Erlöse in diesem Bereich um 31% gestiegen. Deutlich verbessert hätten sich auch die Ertragskennziffern. Das Betriebsergebnis sei um 52% auf 1,03 Mrd. Euro geklettert. Der Nachsteuerprofit habe sich um 33% auf 708 Mio. Euro erhöht.

SAP sei mit der Geschäftsentwicklung im ersten Quartal äußerst zufrieden gewesen und habe sich insbesondere über das schnelle Wachstum in der Cloud gefreut. Mit Blick auf das gesamte Geschäftsjahr 2018 habe der Vorstand die Prognosen erhöht. Begründet worden sei dies mit der am 5. April 2018 abgeschlossenen Akquisition von Callidus sowie dem starken Wachstum des Betriebsergebnisses.

Demnach gehe das Unternehmen nun für 2018 von Cloud- und Software-Erlösen in einer Spanne zwischen 20,85 und 21,25 Mrd. Euro aus (bisher: 20,7 bis 21,1 Mrd. Euro). Gegenüber dem Vorjahreswert von 19,55 Mrd. Euro entspräche dies einem währungsbereinigten Wachstum von 6,5% bis 8,5%. Beim Betriebsergebnis liege das Ziel nun bei 7,35 bis 7,5 Mrd. Euro (bisher: 7,3 bis 7,5 Mrd. Euro). Im Vorjahr habe SAP 6,77 Mrd. Euro erzielt. Die erwartete Wachstumsrate betrage 8,5% bis 11%. Der angehobene Ausblick unterstütze die Zuversicht der Analysten hinsichtlich einer weiterhin positiven langfristigen Geschäftsentwicklung bei SAP. Der Softwareentwickler sei im Bereich Unternehmenssoftware stark positioniert. Zudem scheine nun der Zeitpunkt gekommen zu sein, dass sich die hohen Investitionen in die Cloud in Form einer anziehenden Profitabilität auszahlen würden. Die anziehenden Margen im ersten Quartal seien ein Hinweis dafür.

Die Zuversicht scheine sich auch im Aktienkurs niederzuschlagen. Die Reaktion der Aktie auf die Zahlen sei sehr positiv gewesen. Begleitet von einem positiven Gesamtmarkt habe das SAP-Papier in der vergangenen Woche kräftig zu elegt. Aus charttechnischer Sicht habe man einen Anstieg der Aktie über das Zwischenhoch von Mitte März dieses Jahres bei 89,38 Euro gesehen. Gleichzeitig sei der Kurs über seinen 200-Tage-GD sowie das 50%-Retracement der Abwärtsbewegung von November 2017 bis März 2018 bei 91,38 Euro geklettert. Damit steige die Zuversicht der Analysten, dass sich die von der Unterstützung bei 82,67 Euro ausgehende Erholung fortsetze und der übergeordnete Aufwärtstrend wieder aufgenommen werde. Ein erstes potenzielles mittelfristiges Ziel sei der Bereich um das Allzeithoch bei 100,70 Euro. Als Stop zur Risikobegrenzung bietet sich das jüngste Tief bei 82,05 Euro an, so die Analysten der DZ BANK. (Analyse vom 02.05.2018)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze SAP-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs SAP-Aktie:
94,00 EUR +2,17% (02.05.2018, 16:08)

Xetra-Aktienkurs SAP-Aktie:
93,89 EUR +1,59% (02.05.2018, 15:55)

ISIN SAP-Aktie:
DE0007164600

WKN SAP-Aktie:
716460

Ticker-Symbol SAP-Aktie:
SAP

NYSE Ticker-Symbol SAP-Aktie:
SAP

Reuters-Kürzel SAP-Aktie:
SAPG.DE

Kurzprofil SAP SE:

Als Marktführer für Unternehmenssoftware unterstützt die SAP SE (ISIN: DE0007164600, WKN: 716460, Ticker-Symbol: SAP, Nasdaq OTC-Symbol: SAPGF) Firmen jeder Größe und Branche, ihr Geschäft profitabel zu betreiben, sich kontinuierlich anzupassen und nachhaltig zu wachsen. Vom Back Office bis zur Vorstandsetage, vom Warenlager bis ins Regal, vom Desktop bis hin zum mobilen Endgerät - SAP versetzt Menschen und Organisationen in die Lage, effizienter zusammenzuarbeiten und Geschäftsinformationen effektiver zu nutzen als die Konkurrenz. Mehr als 378.000 Kunden aus der privaten Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung setzen auf SAP-Anwendungen und -Dienstleistungen, um ihre Ziele besser zu erreichen. Weitere Informationen unter www.sap.de. (02.05.2018/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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