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Mi, 17. Juli 2019, 23:01 Uhr

MS Industrie

WKN: 585518 / ISIN: DE0005855183

MS Industrie: Q1-Zahlen letztmals vom Weltmotor-Geschäft in den USA geprägt - Aktienanalyse


04.06.19 08:45
Montega AG

Hamburg (www.aktiencheck.de) - MS Industrie-Aktienanalyse von Analyst Patrick Speck von der Montega AG:

Patrick Speck, Analyst der Montega AG, rät in einer aktuellen Aktienanalyse weiterhin zum Kauf der Aktie der MS Industrie AG (ISIN: DE0005855183, WKN: 585518, Ticker-Symbol: MSAG).

MS Industrie habe am vergangenen Mittwoch die Zahlen für Q1 2019 vorgelegt, die letztmals das zum Quartalsende veräußerte Weltmotor-Geschäft in den USA beinhaltet hätten.

Der Konzernumsatz sei im ersten Quartal um 12,8% auf 75,0 Mio. Euro gestiegen. Haupttreiber sei das US-Geschäft im Segment Powertrain gewesen, das von den im vergangenen Jahr noch starken Bestelleingängen für Class 8Trucks (2018: +27%; Quelle: ACT) und einem entsprechend hohen Auftragsbestand profitiert haben dürfte. Insgesamt hätten die Erlöse des Segments Powertrain um rund 14% zugelegt. Auch der Bereich Ultrasonic habe ausgehend von einer verhaltenen Vorjahresbasis mit einem Wachstum von ca. 8% zur guten Umsatzentwicklung beigetragen.

Das EBITDA habe sich mit +19,3% auf 6,8 Mio. Euro überproportional zum Umsatz verbessert. Dabei habe sich jedoch die Erstanwendung von IFRS 16 mit rund 1,1 Mio. Euro positiv auf das EBITDA ausgewirkt, sodass bereinigt das Ergebnis stagniert habe. Dies dürfte zum Teil auf Transaktionsnebenkosten in Vorbereitung des Verkaufs der Weltmotor-Fertigung in den USA an die Gnutti-Gruppe zurückzuführen sein. Die durch IFRS 16 erhöhten Abschreibungen von 4,0 Mio. Euro (vs. Q1 2018: 3,2 Mio. Euro) sowie das verschlechterte Finanzergebnis (-0,7 Mio. Euro vs. Vj.: -0,4 Mio. Euro) hätten den Effekt auf den unteren Ergebnisebenen überdies wieder aufgezehrt.

In den kommenden Quartalen dürften die Zahlen von MS Industrie spürbar von der Veräußerung des US-Weltmotor-Auftrags geprägt sein. Zum einen würden damit quartalsweise ein Umsatz in Höhe von rund 20 Mio. Euro sowie ein EBIT von ca. 1 Mio. Euro entfallen, zum anderen erziele das Unternehmen in Q2 einen ergebniswirksamen Entkonsolidierungseffekt von rund 17 Mio. Euro. Beides sei in der Guidance für 2019 sowie den Analysten-Prognosen bereits abgebildet. Aufgrund der sich abschwächenden LKW-Konjunktur (ACT 2019e: +2% in Europa, +4% in Nordamerika) halte der Analyst den Zeitpunkt des Verkaufs für passend. MSAG erwarte unverändert einen Jahresumsatz von rund 230 Mio. Euro sowie deutlich steigende Ergebniskennzahlen (bzw. deutlicher Rückgang ohne Transaktionseffekt).

Die Q1-Zahlen würden letztmals die alte Konzernstruktur von MS Industrie widerspiegeln. Die hinzugewonnene Liquidität solle nun u.a. in die Expansion der Ultrasonic-Serienmaschinen fließen, deren Erfolg die Equity Story in Zukunft zunehmend determiniere. Richtungsweisend hierbei dürfte insbesondere die K-Messe im Oktober werden.

Patrick Speck, Analyst der Montega AG, ist vom Potenzial des Segments Ultrasonic überzeugt und bestätigt sein Rating "kaufen" und das Kursziel von 4,70 Euro für die MS Industrie-Aktie. (Analyse vom 03.06.2019)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze MS Industrie-Aktie:

Xetra-Aktienkurs MS Industrie-Aktie:
2,96 EUR (03.06.2019)

ISIN MS Industrie-Aktie:
DE0005855183

WKN MS Industrie-Aktie:
585518

Ticker-Symbol MS Industrie-Aktie:
MSAG

Kurzprofil MS Industrie AG:

Die MS Industrie AG (ISIN: DE0005855183, WKN: 585518, Ticker-Symbol: MSAG) mit Sitz in München ist die börsennotierte Muttergesellschaft einer fokussierten Industriegruppe mit den Geschäftsfeldern Antriebstechnik ("Powertrain Technology Group": Systeme und Komponenten für schwere Verbrennungsmotoren und kundenspezifische Elektromotoren) und Ultraschalltechnik ("Ultrasonic Technology Group": Sondermaschinen sowie Ultraschallsysteme und -komponenten). Zu den wesentlichen Kundenbranchen zählen die weltweite Nutzfahrzeug- und die Pkw-Industrie, gefolgt von der Verpackungsmaschinenindustrie und dem allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau.

Im Rahmen ihrer Strategie konzentriert sich die MS Industrie AG auf vorwiegend organisches Wachstum und Beteiligungen innerhalb der bestehenden industriellen Kernkompetenzen, flankiert durch Engagements im industriellen Immobiliensektor sowie ergänzende Dienstleistungen. (04.06.2019/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Die diesem Artikel zugrundeliegende Finanzanalyse / Studie zu dieser Gesellschaft ist im Auftrag dieser Gesellschaft oder einer dieser Gesellschaft nahe stehenden Person oder Unternehmens erstellt worden.





 
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