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Do, 16. August 2018, 18:38 Uhr

Großer Sonderbericht - Mit dem Dispo in die Disco!


09.06.18 11:24
Philip Hopf




Es heißt, der Goldfisch hätte ein Erinnerungsvermögen von nur drei Sekunden. Es wurde jedoch mittlerweile herausgefunden: Der Goldfisch kann sich sehr wohl länger als drei Sekunden an etwas erinnern und zwar für mindestens drei Monate. ... also gar nicht so dumm, die Goldfische, die dadurch ein deutlich besseres Gedächtnis aufweisen als die meisten Menschen. So haben die meisten bereits wieder vergessen, wie knapp Griechenland an einem völligen Kollaps vorbei geschrammt ist und dass Bankkonten in Zypern nicht nur sporadisch zugänglich waren, sondern teilweise sogar von den Finanzinstitutionen selbst “geplündert“ wurden.

Wir wollen nicht vergessen, dass es Ihr Bankkonto und nicht die Regierungen sein werden, das die großen Banken auffangen wird, wenn der Markt das nächste Mal abstürzt.

Um zu verstehen, warum wir diese Ereignisse in Erinnerung rufen und woher unsere Skepsis am aktuellen Finanzmarkt herrührt, bedarf es einer kleinen Zeitreise. Zurück in eine Episode, als der Euro nicht täglich außer sonntags gerettet werden musste, der Feinstaub in Stuttgart an einem Sonntag noch keine Werte wie in Peking zur Rushhour aufwies und die Fertigstellung des Flughafens BER in diesem Jahrhundert noch als realistisch anzusehen war. Zurück also in eine Zeit, als wir alle noch im Auenland lebten, der Finanzmarkt nur Kurse nördlich der Stratosphäre kannte, der WTI bei über $100 stand und Kim Jong Un aus NK noch in der Schweiz zur Schule ging.


 


Zur gleichen Zeit lief der Dow Jones sein Hoch im Jahr 2007 bei 14.198 Punkten an und schaffte es gerademal, ein Jahr zuvor die Hochs aus dem Jahr 2000 zu überschreiten. Dass diese Kursstände dem Markt nicht lange vergönnt sein würden, ahnten zu dieser Zeit allerdings nur wenige. Bereits ein knappes Jahr später vielen die Weltfinanzmärkte in eine Gletscherspalte, aus der sich diese größtenteils erst 5 Jahre später, im Jahr 2013, heraus gekämpft hatten, um neue Hochs anzusteuern.

Dies gesagt, wollen wir nun einen Blick auf den Banken-ETF-XLF werfen. Schnell werden Sie erkennen, dass der Banken-ETF immer noch nicht die Höchststände aus 2007 überschreiten konnte. Schauen wir die einzelnen Werte wie beispielweise Bank Of America an, wird es deutlich, dass hier nach dem Tauchgang aus 2008 noch nicht einmal 50% der alten Kursstände aufgeholt werden konnten. Kandidaten, wie die Citigroup, haben gerade mal 10% seit den Abverkäufen aus 2008 aufgeholt und strotzen nach wie vor nicht gerade vor Stärke.


 


Selbstverständlich gibt es Banken, die ihre Höchststände überschritten haben, allerdings sind in den USA die Top-10-Banken immer noch für etwas über 40% aller Bankeinlagen verantwortlich. Hiervon stemmen die Citigroup und Bank Of America circa 15%, wovon 10% durch Bank Of America getragen werden. Im Vergleich konnte der Dow Jones 411% seit seinen Tiefs zulegen, 87% über die alten Hochs aus 2007 ausbrechen und das alles während der Bankensektor einer unübersehbaren Underperformance unterlag.

Warum ist dies so interessant und gleichzeitig ein großes Warnsignal für alle, die ihr Geld nicht unter der Matratze verstecken?


 


Hierzu wollen wir Ihnen in erster Linie das bestehende Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrer Bank etwas genauer erläutern. Die meisten Menschen nutzen ihre Konten, um Überweisungen zu tätigen, Rechnungen zu bezahlen oder Rücklagen zu bilden. Was die meisten Leute nicht verstehen, ist dass wir der Bank in Form unseres Gehalts jeden Monat einen Kredit ausstellen. Mit anderen Worten, wir werden ungesicherte Gläubiger der Bank und diese bietet keinerlei Sicherheit, dass das Darlehen, das wir ihr geben, auch zurückgezahlt wird. Sollte die Bank in Schieflage geraten, werden die Einleger mit den übrigen Gläubigern in einen Topf geworfen und Sie bekommen möglicherweise noch ein paar Cent auf den Euro.




Nun mögen viele denken, dass dies kein Problem sei, da die Einlagen im Schnitt auf 150.000€ - 250.000€ gesichert sind. Sollte eine einzelne Bank in Schwierigkeiten geraten, ist dies auch eine gerechtfertigte und plausible Annahme. Was passiert allerdings, wenn wie 2009 ein ganzes System unter Druck gerät? Oder ganze Länder wie Griechenland und Zypern? In den USA beispielsweise ist es die Federal Deposit Insurance Corporation, die die Einlagen des “Kleinen Mannes“ sichert. Als diese jedoch im Jahr 2009 das Steuerrad übernehmen musste, um die Einlagen zu sichern, viel das Defizit der FDIC auf ein Minus von über 20 Milliarden Dollar!


 


Richtig, das Sicherheitsnetz ist plötzlich genauso angeschlagen wie die zu sichernde Bank selbst. Stellt sich die Frage, wie sehr man sich hierauf verlassen kann/sollte. Ein gutes Beispiel hierfür und ein Warnschuss für alle Banken weltweit stellte die Situation in Zypern dar. Als die Banken dort unter Druck gerieten, wurde aus marktpolitischen Gründen darauf verzichtet, diesen ein Rettungspaket anzubieten. In der Folge standen zwei der größten Banken vor dem Kollaps, wovon eine zerschlagen werden musste. Dies resultierte darin, dass die Kunden einen Großteil ihres Vermögens und ihrer Ersparnisse verloren haben.

Es liegt uns fern, Sie als Leser und Abonnenten in Angst und Schrecken zu versetzen, jedoch ist es uns wichtig, Ihnen die rosarote Brille abzunehmen, die den meisten Menschen durch die Medien aufgesetzt wird, um Ihnen eine geschönte Realität vor Augen zu führen. Zwar sind wir der Meinung, dass der Markt auf einen Kollaps wie 2008/2009 zusteuert, jedoch sehen wir diesen nicht unmittelbar bevorstehen. Mit einem Blick auf unseren Dow Jones Chart, dessen zukünftiger Verlauf von institutionellen Kunden als leitender Indikator genutzt wird, um sich ein Bild über die zu erwartende Verfassung der Realwirtschaft zu machen, wird deutlich, dass wir hier nach Abarbeitung der laufenden Korrekturbewegung neue Hochs anlaufen werden. Langfristig müssen wir, allerdings mit Blick auf das Jahr 2020/21, von einem massiven Hoch im Markt ausgehen, in dessen Anschluss dem Markt und somit auch der Realwirtschaft ein Crash bevorsteht, der den aus 2008 möglicherweise sogar noch übertreffen wird. Speziell, die nach wie vor angeschlagenen und somit etwas schwächeren Banken werden hiervon stark betroffen sein.





Heißt das also im Umkehrschluss, Schulden aufnehmen, Konten plündern und den Dispo ausreizen? Ganz nach dem Motto: “Mit dem Dispo in die Disco“?


 


Natürlich nicht! Jedoch muss man sich gründlich überlegen, ob und in welchen Banken man sein Geld noch hinterlegen will, wenn man die potenziellen Risiken in den langfristigen Charts berücksichtigt. Dies bringt uns erneut zum zweitältesten Index der USA, dem Dow Jones Industrial Average.


 


Mit einem Blick auf den unten beigefügten Chart lässt sich schnell erkennen, dass sich der Markt, ähnlich wie der S&P500, seit seinem Hoch bei 26.616,71 Punkten in einer anhaltenden Korrekturbewegung befindet. Zwar konnten sich die Bullen innerhalb des hinterlegten Aufwärtstrendkanals halten, jedoch müssen wir davon ausgehen, dass dieser schon bald nach unten verlassen wird, um im nächsten Schritt Kurse im Bereich von 22.000 Punkten anzulaufen. Auch die Aufwärtsbewegung des unten beigefügten MACD Indikators wird im Markt selbst lediglich als seitwärtsverlaufende Konsolidierung wiedergespiegelt, was ebenfalls darauf deutet, dass die laufende Korrekturbewegung noch nicht abgeschlossen werden konnte.


 


 


Solange der Dow sich unter 25.800 Punkten hält, können wir noch nicht einmal eine bullsichere Alternative auf den Plan rufen, die eine direkte Fortsetzung der Aufwärtsbewegung unterstützen würde. Mittelfristig sehen wir den Markt somit im Rahmen von Welle [4] in Weiß den Bereich von 21.000 Punkten anlaufen. Unter 23.432 Punkten öffnet sich in diesem Szenario die Falltür für einen weiteren Abverkauf von 1.500 Punkten in Welle iii in Gelb.






Widmen wir uns dem vierten Chart, der den langfristigen Marktverlauf des DJ in einem logarithmischen Maßstab seit 1915 darstellt. Hier wird nicht nur deutlich, dass wir diesen Markt übergeordnet anders als den verwandten Index S&P500 betrachten, sondern auch, dass der Dow deutlich größere Indizien dafür aufweist, dass wir uns auf ein übergeordnetes Zwischenhoch zubewegen, was gleichzeitig den Abschluss des Bullenmarktes seit den Tiefs aus 2009 darstellt. Auch die Indikatorenlage spricht hier eine deutliche Sprache, befindet sich auf absoluten Allzeithochs und hat gerade erst angefangen sich zu drehen. Auch wenn wir den Markt, wie anfangs bereits geschrieben, noch nicht imminent vor seinem Hoch stehen sehen, muss hier klar sein, dass sich dieser auf den letzten Metern dorthin befindet. Auch der dritte Chart zeigt nicht nur, dass die Bullen mit dem letzten Hoch die obere Seite des übergeordneten Trendkanals angelaufen sind, sondern dass parallel hierzu auch ein gängiger Indikator wie der RSI ein absolutes Allzeithoch ausgebaut hat und dem Markt somit eine starke Überhitzung beimisst.


 


Kommt es hier zu einem Hoch in Welle (5) von 3 in Lila eingekreist, müssen wir von einer Korrekturbewegung der Kategorie 80B ausgehen, die wir das letzte Mal in den Jahren 1987, 1997, 2001 und letztlich 2008 sahen. Hierbei wird der Handel nach Regel 80B, der United States Securities and Exchange Commission, ausgesetzt, falls der Dow Jones bis 14:00 Uhr Ortszeit, im Vergleich zum Schlusskurs des vergangenen Tages, um mehr als zehn Prozent fällt. Fällt er um mehr als 30%, wird der Handel umgehend und egal zu welcher Tagesszeit eingestellt.




All dies in Betracht gezogen, sehen wir den Dow nach Abarbeitung der laufenden Korrekturbewegung in Richtung 32.000 – 31.000 Punkte vordringen, was wir im weiteren Verlauf noch genauer definieren werden. Über 25.800 Punkten ist die Korrektur seit den Allzeithochs beendet, und wir können die hinterlegte Alternative eines bereits ausgebauten Tiefs in Welle alt. [4] in Weiß als Primärerwartung hervorheben.


 


Die erste entscheidende Hürde für die Bullen findet sich jetzt bei 25.380 Punkten wieder, deren Überschreiten ein erstes deutlich bullisches Signal darstellt. Konträr zum S&P500 ist es hier jedoch noch zu früh, um die Korrektur als beendet anzusehen und den Markt in Richtung neuer Hochs zu verabschieden. Langfristig muss hier jedoch klar sein, dass wir uns auf den letzten Schritten der übergeordneten Aufwärtsbewegung in Welle (5) von 3 eingekreist in Lila befinden und somit auf ein bedeutendes Hoch im Dow Jones zusteuern. In den ab kommender Woche für 14 Tage kostenlos erscheinenden Daily Market Updates zum Dow Jones werden wir auf das kurzfristige Bild in diesem Markt eingehen, dessen weitere Entwicklung mehr als jeder andere Index die Weltfinanzmärkte beeinflusst und einen Ausblick auf die zukünftige Gestaltung der weltweiten Realwirtschaft geben wird.


 


Speziell in Anbetracht des drohenden Handelskrieges wird dieser Markt mit seiner zukünftigen Entwicklung die meisten Marktteilnehmer auf die Schlachtbank führen. Unsere Analyse wird auf das bevorstehende Hoch frühzeitig aufmerksam machen und uns und unseren Lesern die Möglichkeit geben, sich hierauf vorzubereiten und sogar davon zu profitieren.


 


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