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Do, 16. August 2018, 14:47 Uhr

Dürr

WKN: 556520 / ISIN: DE0005565204

Dürr-Aktie: Werterhöhende Akquisition in den USA - Neues Kursziel - Aktienanalyse


13.06.18 10:02
LBBW

Stuttgart (www.aktiencheck.de) - Dürr-Aktienanalyse von Analyst Stefan Maichl von der LBBW:

Stefan Maichl, Investmentanalyst der LBBW, erhöht in einer aktuellen Aktienanalyse das Kursziel für die Aktie des Anlagen- und Maschinenbauers Dürr AG (ISIN: DE0005565204, WKN: 556520, Ticker-Symbol: DUE, NASDAQ OTC-Symbol: DUERF) von 93 auf 95 EUR.

Verstärkung der Umwelttechnik: Mit dem Zukauf der US-Anbieter MEGTEC und UNIVERSAL von Babcock & Wilcox Enterprises verstärke Dürr seine Aktivitäten in der im kleinsten Segment Clean Technology Systems gebündelten Umwelttechnik. Das akquirierte Technologieportfolio sei sehr breitgefächert mit einem geschätzten Überschneidungsgrad von ca. 60%. Dürr erhoffe sich vor allem Skaleneffekte und Umsatzsynergien.

MEGTEC und UNIVERSAL sollten im GJ 2018 einen kombinierten Umsatz von rund 200 Mio. EUR generieren. Die anteilige Konsolidierung sei aus heutiger Sicht u.a. nach dem Erhalt der kartellrechtlichen Freigaben in Q3 geplant. Zusammen mit den Dürr-Aktivitäten werde 2019 ein Umsatzvolumen von rund 420 Mio. p.a. erwartet, was dann ca. 10% der Konzernerlöse darstellen dürfte. Bis 2021 seien bis zu 500 Mio. EUR angestrebt.

Strukturelle Margenverbesserung in der Umwelttechnik: Im GJ 2018 solle MEGTEC und UNIVERSAL ein EBIT von 10 Mio. EUR generieren. Die entsprechende Margenerwartung von 5% dürfte dem Niveau der von Dürr betriebenen Abluftreinigungsaktivitäten entsprechen. Damit sollte sich das Margenprofil des ertragsschwächsten Segments Clean Technology System strukturell verbessern. Denn 2017 sei die Marge durch das defizitäre Energieeffizienzgeschäft auf 1,8% gedrückt worden. Bis 2021 seien 6 bis 7% geplant.

In 2018 und 2019 belaste der Zukauf das Konzern-EBIT aufgrund von Einmalkosten. Dementsprechend sei die EBIT-Margenzielspanne für 2018 auf 6,7 bis 7,2% (7,0 bis 7,5%) gesenkt worden. Maichl schätze 6,9% (7,2%). Der Ausblick für die um Sondereffekte adj. EBIT-Marge sei dagegen mit 7,4 bis 7,8% (LBBWe 7,7%) unverändert geblieben. Maichls Schätzung für den Gewinn je Aktie falle um 3% auf 5,02 EUR (2018) und 1% auf 5,97 EUR (2019). Positive Ertragseffekte erwarte er aus der Akquisition ab 2020.

Die Akquisition sei keine neue HOMAG, sondern ein klares Bekenntnis zur bisher eher enttäuschenden Umwelttechnik. Die aus dem Unternehmenswert von ca. 110 Mio. EUR abgeleiteten Kaufmultiplikatoren (EV/Umsatz 0,55x, EV/EBIT 11x) erschienen nicht überteuert. Angesichts der Unternehmensgröße seien die Integrationsrisiken für Dürr zudem überschaubar. Das Sum-of-the-Parts basiertes Kursziel steige von 93 auf 95 EUR. Risiken: Investitionsgüterkonjunktur.

Stefan Maichl, Investmentanalyst der LBBW, hat in einer aktuellen Aktienanalyse seine Halteempfehlung für die Dürr-Aktie bekräftigt. (Analyse vom 13.06.2018)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Dürr-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Dürr-Aktie:
93,24 EUR +0,24% (13.06.2018, 09:36)

Tradegate-Aktienkurs Dürr-Aktie:
93,42 EUR +0,21% (13.06.2018, 09:40)

ISIN Dürr-Aktie:
DE0005565204

WKN Dürr-Aktie:
556520

Ticker-Symbol Dürr-Aktie:
DUE

NASDAQ OTC Ticker-Symbol Dürr-Aktie:
DUERF

Kurzprofil Dürr AG:

Dürr (ISIN: DE0005565204, WKN: 556520, Ticker-Symbol: DUE, NASDAQ OTC-Symbol: DUERF) ist ein weltweit führender Maschinen- und Anlagenbauer mit ausgeprägter Automatisierungskompetenz. Produkte, Systeme und Services des Konzerns ermöglichen hocheffiziente Fertigungsprozesse in unterschiedlichen Industrien. Neben der Automobilindustrie beliefert Dürr auch Branchen wie den Maschinenbau, die Chemie- und Pharmaindustrie und - seit der Übernahme der HOMAG Group AG im Oktober 2014 - die holzbearbeitende Industrie. Dürr verfügt über 92 Standorte in 31 Ländern. Im Jahr 2017 erzielte der Konzern mit 15.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 3,72 Mrd. Euro.

Der Konzern agiert mit fünf Divisions am Markt: Paint and Final Assembly Systems: Lackierereien und Endmontagewerke für die Automobilindustrie; Application Technology: Robotertechnologien für den automatischen Auftrag von Lack sowie Dicht- und Klebstoffen; Clean Technology Systems: Abluftreinigungsanlagen und Energieeffizienztechnik; Measuring and Process Systems: Auswucht- und Reinigungsanlagen sowie Montage-, Prüf- und Befülltechnik; Woodworking Machinery and Systems: Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie. (13.06.2018/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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