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Di, 19. Februar 2019, 19:38 Uhr

BMW St

WKN: 519000 / ISIN: DE0005190003

BMW: Der Akku als Schlüsselfaktor bei Elektroautos - Aktienanalyse


05.11.18 09:40
DZ BANK

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - BMW-Aktienanalyse der DZ BANK:

Trotz der bisher enttäuschenden Entwicklung werden E-Mobile mit deutlich günstigeren Akkus langfristig ihren Durchbruch schaffen, dank frühzeitiger Positionierung könnte von den deutschen Automobilbauern hiervon insbesondere BMW (ISIN: DE0005190003, WKN: 519000, Ticker-Symbol: BMW, NASDAQ OTC-Symbol: BAMXF) profitieren, so die Analysten der DZ BANK in einer aktuellen Veröffentlichung.

Die klassische Automobilindustrie sehe sich in Europa mit immer größeren Herausforderungen konfrontiert. Der Besitz teurer PKWs gelte schon lange nicht mehr als Statussymbol, effiziente Nutzungsmöglichkeiten wie etwa das Carsharing würden zunehmend an Bedeutung gewinnen und der Dieselskandal führe zu enormen Belastungen, insbesondere für deutsche Hersteller. Entsprechend stark seien die Aktien der Autobauer in den vergangenen Monaten unter Druck geraten. Ein Ausweg aus dieser Misere könnte mittelfristig der Strukturwandel hin zu mehr E-Mobilität und dem autonomen Fahren sein.

Während Komponenten des (teil)autonomen Fahrens, angefangen bei intelligenten Einparkhilfen, Spur-, Abstands- und Bremsassistenten bis hin zur vollautomatischen Fahrzeugführung, sukzessive und in den verschiedenen Preiskategorien unterschiedlich schnell die Marktdurchdringung erreichen würden, tue sich die Elektromobilität aufgrund der binären Kaufentscheidungsstruktur - Elektroantrieb ja oder nein - deutlich schwerer, es auf wirklich nennenswerte Stückzahlen zu bringen.

Als Begründung würden Verbraucher oftmals lange Ladezeiten und zu kurze Reichweiten angeben. Hauptknackpunkt sei jedoch der Preis. So würden elektrisch betriebene Automobile fast das Doppelte ihrer mit Benzin oder Diesel fahrenden Brüder kosten. Diese Mehrkosten entstünden durch die benötigten Lithium-Ionen-Akkus mit Preisen, die denen eines Kompaktklasse-Modells entsprechen würden. Die Erfolgsformel liege für die Branche deshalb in der Weiterentwicklung der Akkus und der deutlichen Reduzierung ihrer Produktionskosten.

Um diese Herausforderungen anzugehen, habe BMW als weltweite Nummer Vier beim Absatz von Elektroautos (Stand 2017) erst vor kurzem 1,5 Mrd. Euro in die Entwicklung besserer Stromspeicher investiert. Dadurch wolle der Konzern bis 2021 zu Tesla aufschließen. Zudem solle bis 2025 der Feststoffakku als neue Technologie kommerzialisiert werden. Mit diesen Batterien könnten schnellere Ladezeiten und größere Reichweiten erzielt werden. Ob die neue Technologie dann auch deutlich preiswerter sei, bleibe allerdings abzuwarten.

So würden die Münchner für das laufende Jahr über 140.000 Verkäufe in diesem Segment anpeilen (Quelle: BMW Group Investoren Präsentation Oktober 2018). Im Vorjahr habe der Konzern noch 103.000 Stromer neu auf die Straße gebracht. Da das Unternehmen von den deutschen Herstellern bislang am wenigsten in die Dieseldiskussion involviert sei und in den kommenden Quartalen zudem von der laufenden Modelloffensive profitieren sollte, würden Analysten unter Berücksichtigung des historisch niedrigen KGVs von rund sieben (2018er - Konsensschätzung) zukünftig wieder deutlich steigende Aktienpreise erwarten. So liege das mittlere Kursziel der Analysten auf Jahressicht bei rund 88,50 Euro, was einem Kurspotenzial von fast 20% entspreche. (Stand vom 01.11.2018)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze BMW-Aktie:

Xetra-Aktienkurs BMW-Aktie:
77,74 EUR +1,24% (02.11.2018, 17:35)

Tradegate-Aktienkurs BMW-Aktie:
77,76 EUR -0,26% (05.11.2018, 08:27)

ISIN BMW-Aktie:
DE0005190003

WKN BMW-Aktie:
519000

Eurex Optionskürzel BMW-Aktienoption:
BMWF

Ticker-Symbol BMW-Aktie:
BMW

NASDAQ OTC Ticker-Symbol BMW-Aktie:
BAMXF

Kurzprofil BMW AG:

Die BMW Group (ISIN: DE0005190003, WKN: 519000, Ticker-Symbol: BMW, NASDAQ OTC-Symbol: BAMXF) ist mit ihren Marken BMW, MINI, Rolls-Royce und BMW Motorrad der weltweit führende Premium-Hersteller von Automobilen und Motorrädern und Anbieter von Premium-Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen. Das BMW Group Produktionsnetzwerk umfasst 30 Produktions- und Montagestätten in 14 Ländern; das Unternehmen verfügt über ein globales Vertriebsnetzwerk mit Vertretungen in über 140 Ländern.

Im Jahr 2017 erzielte die BMW Group einen weltweiten Absatz von mehr als 2.463.500 Automobilen und über 164.000 Motorrädern. Das Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2017 belief sich auf 10,655 Mrd. Euro, der Umsatz auf 98,678 Mrd. Euro. Zum 31. Dezember 2017 beschäftigte das Unternehmen weltweit 129.932 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Seit jeher sind langfristiges Denken und verantwortungsvolles Handeln die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolges der BMW Group. Das Unternehmen hat ökologische und soziale Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette, umfassende Produktverantwortung sowie ein klares Bekenntnis zur Schonung von Ressourcen fest in seiner Strategie verankert. (05.11.2018/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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