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Do, 22. August 2019, 21:46 Uhr

ASML Holding NV

WKN: A1J4U4 / ISIN: NL0010273215

ASML: Zukunftstrends halten langfristige Nachfrage hoch - Aktienanalyse


21.02.19 09:30
DZ BANK

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - ASML-Aktienanalyse der DZ BANK:

Der niederländische Konzern ASML Holding N.V. (ISIN: NL0010273215, WKN: A1J4U4, Ticker-Symbol: ASME, Nasdaq OTC-Symbol: ASMLF) entwickelt und fertigt Maschinen für die Produktion von integrierten Schaltungen (Mikrochips), so die Analysten der DZ BANK in einer aktuellen Veröffentlichung.

Diese Chips fänden sich in immer mehr Bereichen des täglichen Lebens und müssten aufgrund der steigenden Anforderungen immer leistungsfähiger werden. Bei ihrer Produktion komme es daher darauf an, immer kleinere elektronische Bauteile (im Nanometer-Bereich) auf die Halbleiter zu bringen. Eine essenzielle und kosteneffiziente Methode sei die Fotolithografie, die von allen großen Chip-Produzenten eingesetzt werde. ASML habe seit Jahren eine führende Position auf diesem Gebiet inne. Gemessen am Umsatz liege der weltweite Marktanteil eigenen Angaben zufolge bei mehr als 85%.

Die Niederländer hätten viel dafür getan und in den vergangenen Jahren kräftig in Forschung und Entwicklung investiert. Sie seien daher technologisch führend. Dies spiegele sich auch in den Geschäftszahlen wider. 2018 habe es neue Rekorde gegeben. Der Umsatz habe bei 10,9 Mrd. Euro gelegen (+22%), womit die Gesellschaft fast das für 2020 ausgegebene, ursprüngliche Ziel von 11 Mrd. Euro erreicht habe. Ihren Nachsteuergewinn habe sie um 25,4% auf 2,59 Mrd. Euro gesteigert. Die Aktionäre sollten am Erfolg mit einer steigenden Dividende beteiligt werden. Nach 1,40 Euro je Aktie im Vorjahr sei nun eine Ausschüttung von 2,10 Euro geplant.

Trotz eines herausfordernden Umfeldes, viele Chiphersteller würden für das erste Halbjahr 2019 von einer sinkenden Nachfrage ausgehen, wolle ASML seinen Wachstumskurs auch im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen. Darüber hinaus würden die längerfristigen Perspektiven stimmen. Ungeachtet der für die Branche typischen zyklischen Entwicklung dürften die Niederländer auch künftig von dem zunehmenden Einsatz von Computerchips profitieren. Denn die Hersteller von beispielsweise Logikchips, DRAM und Flash-Speichern müssten die wachsende Nachfrage bedienen und gleichzeitig kosteneffizient produzieren.

An den Maschinen von ASML führe dabei kein Weg vorbei. Die hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung in den vergangenen Jahren hätten zu einem Technologievorsprung geführt. Beispielsweise sei die Gesellschaft führend im Bereich der so genannten EUV-Lithografie (extrem ultraviolette Strahlung). Sie gelte als die künftig bevorzugte Technik, um effizientere und günstigere Chips herzustellen.

Treibende Kräfte für eine anhaltend hohe Nachfrage nach Mikrochips seien unter anderem der neue Mobilfunk-Standard 5G sowie die zunehmenden Anwendungen in den Bereichen künstliche Intelligenz, autonomes Fahren, Cloud und Big Data. Außerdem müssten PCs, Server und Smartphones immer größeren Anforderungen gerecht werden. Daneben würden Mikrochips zunehmend in anderen Geräten und Maschinen eingesetzt.

Die Gesellschaft sei daher zuversichtlich und gehe in den nächsten Jahren von weiteren Ergebnissteigerungen aus. Bereits im November habe sie daher ihr Umsatzziel für 2020 auf rund 13 Mrd. Euro angehoben. Ein Risiko für die Geschäfte seien Patentstreitigkeiten. Diesbezüglich habe es zuletzt positive Nachrichten gegeben. So sei mit dem japanischen Konzern Nikon eine Absichtserklärung unterzeichnet worden, um sämtliche Rechtsstreitigkeiten über Patente für Lithografie-Ausrüstung und Digitalkameras beizulegen. ASML habe dafür in der Bilanz 2018 Rückstellungen gebildet.

Das profitable Wachstum sowie die vielversprechenden Perspektiven hätten in den vergangenen Jahren zu einem übergeordneten Aufwärtstrend der ASML-Aktie geführt. Dabei habe es allerdings immer wieder Phasen größerer Rücksetzer gegeben, was auch dem zyklischen Geschäft geschuldet sein dürfte. Die letzte große Korrektur sei von dem im Juli 2018 markierten Allzeithoch (189,50 Euro) ausgegangen und habe bis Januar 2019 (130,30 Euro) gedauert. Seither befinde sich die Aktie in einer dynamischen Erholungsbewegung. Zuletzt habe sich der Kurs dem 61,8%-Fibonacci-Retracement der Korrektur genähert. Es verlaufe bei 166,89 Euro. Sollte es überwunden werden, steige die Wahrscheinlichkeit für eine fortgesetzte Erholung. Denn damit wäre der jüngste Aufwärtsimpuls nicht nur als technische Gegenbewegung zu werten. Stattdessen sei dann von einer Wiederaufnahme des übergeordneten Aufwärtstrends auszugehen. Ein erstes Ziel in diesem Szenario sei das Allzeithoch.

Bei einem Investment sollte die vergleichsweise hohe Volatilität der ASML-Aktie beachtet werden, so die Analysten der DZ BANK. (Stand vom 20.02.2019)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze ASML-Aktie:

Xetra-Aktienkurs ASML-Aktie:
162,10 EUR -0,09% (21.02.2019, 09:06)

Euronext Amsterdam-Aktienkurs ASML-Aktie:
161,62 EUR -0,14% (21.02.2019, 09:11)

ISIN ASML-Aktie:
NL0010273215

WKN ASML-Aktie:
A1J4U4

Ticker-Symbol ASML-Aktie:
ASME

Nasdaq OTC Ticker-Symbol ASML-Aktie:
ASMLF

Kurzprofil ASML:

ASML (ISIN: NL0010273215, WKN: A1J4U4, Ticker-Symbol: ASME, Nasdaq OTC-Symbol: ASMLF) ist ein niederländischer Halbleiter-Konzern. Das Unternehmen mit Sitz in Veldhoven ist der weltgrößte Anbieter von Lithographiesystemen. Die hochkomplexen Maschinen spielen eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Mikrochips. Eine große Mehrheit der Chiphersteller weltweit sind Kunden von ASML. Der globale Marktanteil des niederländischen Unternehmens liegt derzeit bei gut zwei Drittel. (21.02.2019/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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