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Mo, 19. August 2019, 23:04 Uhr

Böwe Systec

WKN: 523970 / ISIN: DE0005239701

BÖWE SYSTEC nur für hartgesottene Zocker


29.05.10 11:23
Geldanlage-Report

Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "Geldanlage-Report" ist die BÖWE SYSTEC-Aktie (ISIN DE0005239701 / WKN 523970) nur noch für hartgesottene Zocker geeignet.

BÖWE SYSTEC sei einer der größten Hersteller von Postprüf- und Sortieranlagen weltweit. Die Schwaben hätten beim Amtsgericht Augsburg wegen drohender Überschuldung einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen müssen.

Bei einer Eigenkapitalquote von zuletzt nur noch sieben Prozent bei einer Nettoverschuldung von 400 Mio. Euro sei das Unternehmen schon länger latent gefährdet gewesen. Der eigentliche Auslöser sei aber wohl die Insolvenz des Großaktionärs Wanderer-Werke wenige Tage zuvor gewesen, die BÖWE SYSTEC mit in den Abgrund gerissen habe.

Wanderer habe in der Vergangenheit bereits eine dubiose Rolle gespielt und sei von freien BÖWE SYSTEC-Aktionären hart kritisiert worden, weil der Großaktionär trotz der prekären bilanziellen Lage hohe Dividendenausschüttungen durchgesetzt habe. BÖWE SYSTEC sei von den Wanderer-Werken im Stile einer Heuschrecke regelrecht ausgesaugt worden, habe es geheißen.

Den Aktionären drohe nun ein Totalverlust. Eine kleine Chance auf eine Kurserholung verbleibe jedoch noch. In einer Pressemitteilung kündige BÖWE SYSTEC an, der Geschäftsbetrieb werde ohne Einschränkungen weiterlaufen. Die operative Sanierung könne so fortgesetzt werden. BÖWE SYSTEC solle als Ganzes erhalten bleiben und wieder den Sprung in die Gewinnzone schaffen. Es werde eine Eigenverwaltung im Rahmen der Insolvenz angestrebt.

Gelinge dies, würde BÖWE SYSTEC zunächst die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis über sein Vermögen behalten. In einem solchen Fall werde auf die Einsetzung eines Insolvenzverwalters verzichtet und stattdessen nur ein so genannter Sachwalter eingesetzt. Dieser überwache den Schuldner und nehme die Forderungsanmeldungen der Gläubiger entgegen.

Eine solche Eigenverwaltung sei allerdings in der Vergangenheit nur in rund einem Prozent der Fälle genehmigt worden. Für BÖWE SYSTEC spreche, dass operativ deutliche Anzeichen für eine Besserung vorhanden seien. So sei der Auftragseingang in den ersten vier Monaten 2010 um 40 Prozent auf 18,7 Mio. Euro gestiegen. Die Umsätze hätten mit 14,2 Mio. Euro 11,3 Prozent über der Planung gelegen.

Sollten die Gläubiger also auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten und damit die Schuldenlast für BÖWE SYSTEC verringern, könnten die Aktien werthaltig bleiben. Bis dahin sei es jedoch ein weiter Weg.

Nach Meinung der Experten von "Geldanlage-Report" ist die BÖWE SYSTEC-Aktie nur noch für hartgesottene Zocker geeignet. (Analyse vom 29.05.2010) (29.05.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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