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Mo, 27. Mai 2019, 11:59 Uhr

Asian Bamboo

WKN: A0M6M7 / ISIN: DE000A0M6M79

Asian Bamboo-Aktie: schwacher Jahresauftakt


16.05.12 14:06
Warburg Research

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Oliver Schwarz, Analyst von Warburg Research, bewertet die Aktie von Asian Bamboo weiterhin mit dem Votum "kaufen".

Asian Bamboo habe unter den Schätzungen der Analysten liegende Q1-Zahlen 2012 berichtet. Nach Angaben des Managements hätten sich insbesondere zwei Faktoren negativ auf die Geschäftsperformance im Quartal ausgewirkt. Auf der einen Seite habe ein frühes chinesisches Neujahr zu einer Unterbrechung der Ernteaktivitäten im Januar geführt. Auf der anderen Seite hätten negative Witterungsbedingungen eine Herausforderung dargestellt.

Insbesondere heftige Schneefälle Anfang Januar hätten sich negativ auf die Ernte der Winterbambussprossen ausgewirkt, da dies die Ernteaktivitäten stark verlangsamt habe. Darüber hinaus scheine der ungewöhnlich frühe Beginn des chinesischen Neujahrs dazu geführt zu haben, dass ein großer Teil der Wanderarbeiter fast den gesamten Januar in ihren Heimatdörfern geblieben sei. Diese Problematik habe einen wesentlichen Einfluss gehabt, da dies der Monat sei, in dem die Mehrzahl der Winterbambussprossen üblicherweise geerntet werde. Entsprechend dürfte der Einfluss auf die Volumina recht stark gewesen sein. Im Jahresvergleich habe sich der Absatz von Winterbambussprossen, trotz stabiler Verkaufspreise, um 21,3% verringert.

Schwere Regenfälle verbunden mit ungewöhnlich hohen Temperaturen hätten dazu geführt, dass die Frühlingsbambussprossen schneller gewachsen seien als in Durchschnittsjahren, sodass sich das Fenster für Ernteaktivitäten im März verkleinert habe. Im Jahresvergleich sei der Umsatz um 11,8% zurückgegangen. Die erntefähigen Anbauflächen hätten hingegen um 27,8% gegenüber dem Vorjahr zugenommen.

Da Q1 jedoch schon immer ein saisonal schwaches Quartal im Bambusstammgeschäft gewesen sei, würden geringfügige Zu- oder Abnahmen in absoluten Zahlen tendenziell zu signifikanten Änderungen auf relativer Basis führen. In Q1 sei das Fasergeschäft von Asian Bamboo normalerweise der einzige Kunde des Bambusstammgeschäfts. In 2011 scheine die Nachfrage in Q1 leicht durch die Vorbereitung auf den Beginn des Fasergeschäfts aufgebläht worden zu sein. Ursächlich für den Nachfragerückgang in 2012 sei ein Abverkauf aus eigenen Beständen beim Fasergeschäft. Das Bambusfasergeschäft habe einen weitgehend im Rahmen der Erwartungen der Analysten liegenden Umsatz berichtet (EUR 1,26 Mio.).

Die finanzielle Position des Unternehmens bleibe solide. Die Nettoliquidität habe sich gegenüber dem Vorjahr von EUR 28,0 Mio. auf EUR 19,5 Mio. verringert, da der operative Cashflow nicht vollständig ausgereicht habe, um den Kapitalabfluss in Höhe von EUR 19,8 Mio. für Vorauszahlungen von Plantagenpacht für Flächen, die 2011 unter Vertrag genommen worden seien, auszugleichen. In diesem Zusammenhang seien weitere EUR 34,9 Mio. ausstehend, die komplett in 2012 fällig würden. Angesichts von Asian Bamboos Cash-Position von EUR 53,1 Mio. per Ende Q1/2012 sollte dies keine Herausforderung für das Unternehmen sein.

Die Guidance 2012 sei durch Asian Bamboo leicht reduziert worden. Zuvor habe das Asian Bamboo-Management einen Umsatz von mindestens EUR 120 Mio. und eine Nettoergebnismarge von 40% in Aussicht gestellt. Nun würden ein Umsatz von EUR 100 Mio. bis EUR 120 Mio. und eine Nettoergebnismarge von mindestens 40% erwartet.

Aufgrund der schwachen Q1-Ergebnisse 2012 hätten die Analysten ihre Ergebnisschätzungen reduziert. Während sich ihre neuen Prognosen am unteren Ende der Umsatzguidance des Unternehmens für das Geschäftsjahr bewegen würden, liege die geschätzte Nettomarge unter dem Unternehmensziel.

Auf Basis ihrer überarbeiteten Zahlen haben die Analysten von Warburg Research ihr Kursziel leicht von EUR 25,50 auf EUR 24,50 gesenkt (Basis DCFModell), bestätigen aber ihre Kaufempfehlung aufgrund der niedrigen Bewertung der Asian Bamboo-Aktien. (Analyse vom 16.05.2012) (16.05.2012/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens.

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen betreuen die analysierte Gesellschaft am Markt. Weitere mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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